Kärnten ist nicht so neger, wie man glaubt, das schreiben zu müssen!

…“Wir san nämlich Wir und bleiben das! Nur jetzt eben subventioniert durch den Bund und das gleich mehrfach. Erstens, weil der Bund unser Hypo Finanzdesaster bezahlt und zweitens, weil wir noch zusätzlich Geld über die Parteien- und Klubförderung absaugen, was wir unserem genialen Wiedervereinigungs-Coup verdanken!“, ließ Landeshauptmann Doofler (FPÖ, „Freiheitliche in Kärnten/Liste Jörg Haider“, FPK Parlamentsklub) gestern Abend über die Jörg Haider Wörthersee Zukunftsfond Event Presseagentur verkünden.

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„Habe in meinem ganzen Leben noch keinen Kasachen getroffen!“

Brisant..!

Vier Beamte des Heeresabwehramtes sollen Informationen an die FPÖ weitergegeben haben!

Das von allen Seiten bedrohte, höchst unsichere Land Österreich hat insgesamt drei Geheimdienste. Zumindest einer davon versorgt besorgte Vertreter des kleinen Mannes mit Informationen. Aber auch Geheimdienste anderer Länder bemühen sich um Österreichs Sicherheit. So der kasachische Geheimdienst, immer wieder auch der CIA und der iranische Geheimdienst. Da ist man traditionell nicht wählerisch. Unser vertrauter Freund und  Protegé Harald „high voltage“ Vilimsky will aber von alledem nichts wissen. Denn er hat „in seinem ganzen Leben noch keinen Kasachen getroffen!“

Kasach VilimskyHaary Vilimsky im Sommerurlaub in Aqtau

Wird in dieser Causa unserem Sicherheitsbedürfnis entsprochen werden? Aber bestimmt, wir leben in Österreich! Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss unter Vorsitz der für ihre weiße Weste bekannten ÖVP wird gebildet. Er wird etwa ein halbes Jahr tagen und wenn sich keiner mehr dafür interessiert,  aufgelöst… Beamte werden suspendiert, ja womöglich ein Heeresabwehramt-Abwehramt mit beratender Funktion, oder gar geheimdienstlichen Aufgaben, welches dem Innenministerium (bekanntlich der Garant für Rechtsstaatlichkeit und Freiheit des Individuums) unterstellt ist, wird installiert. Wir freuen uns auf jede Menge heiße Luft!

Almhuettendorf_OesterreichIm Bild: Landeshauptmann Dofler und Franz Fuchs (grunderneuert) vor der Kulisse unseres wunderschönen Heimatlandes. Im Hintergrund: Lausbuben, Geheimdienste und Sicherheit.

Wie schon vergangene Skandale (Verfassungsbruch durch Landeschefs, BAWAG Pleite, zahnarztassistentliche Lausbubenstreiche, Korruption- und Freunderlwirtschaft im Zusammenhang mit den Eurofightern, E-Mail Affäre des Herrn Strasser, Prügel- und Folterpolizisten, Antreten der neonazistischen NVP bei der oberösterreichischen Landtagswahl, usw. usw.), wird auch dieser mit der gewohnten Sorgfalt behandelt werden und wir sind zuversichtlich, dass es auch diesmal keinerlei politische Verantwortung nirgends geben wird. Sind es doch unsere Politiker, die unsere Sicherheit garantieren und uns mit solchen Segnungen wie z.B. dem Sicherheitspolizeigesetz 2007 und dutzenden verfassungswidrigen Asyl- und Fremdenrechtsbestimmungen beglücken… „Wir wean kan Richter brauchen!“

In diesem Sinne,

Taser Taser!

Ihre Heissluftredaktion

Tipps für LinzbesucherInnen

Liebe Besucherinnen und Besucher der Europäischen Kulturhauptstadt 2009 Linz! Liebe Künstlerinnen und Künstler!

Zu ihrer eigenen Sicherheit und um ihren Aufenthalt in unserer schönen Stadt möglichst angenehm zu gestalten möchten wir ihnen einige Verhaltensregeln ans Herz legen!

– Wir ersuchen sie keinerlei Maskierungen wie etwa Kopfbedeckungen, Sonnen- oder optische Brillen, jegliche Form von dunkler Bekleidung etc. zu tragen – dies könnte unter einheimischen Behörden unerwartete Reaktionen wie massives Verprügeln und einer anschließenden Inhaftierung sowie Anzeigen zur Folge haben.

– Überhaupt bitten wir sie darum zu ihrer eigenen Sicherheit größte Sorgfalt auf ihr Äußeres zu legen, auch langes oder buntes Haar ist ausdrücklich nicht erwünscht (Folgen siehe oben). Empfohlen wird eine Kostümierung als Neonazi oder LASK-Hooligan, so bekommen sie garantiert keine Schwierigkeiten.

– Die Teilnahme an nicht verbotenen Kundgebungen ist verboten (Folgen siehe oben)

– Falls sie mal zufällig eine Wolke Reizgas abbekommen, einfach weitergehen: Die Linzer Polizei führt gerade Massendesinfektionen gegen die Schweinegrippe durch, dies geschieht zu unser aller Sicherheit. Einzelne überlebende Viren werden mit dem Gummiknüppel am Menschen selbst erschlagen (dabei kann es zu Ausrufen kommen wie “Du linke Bazille!”), um die Ausbreitung möglichst effektiv einzudämmen.

– Wenn sie einer demokratischen oder gar antifaschistischen Gesinnung anhängen, verschweigen sie dies wenn möglich (andernfalls: Folgen siehe oben), am besten sie gewöhnen sich solche Spompanadeln überhaupt ab.

Liebe Besucherinnen und Besucher, liebe Künstlerinnen und Künstler, wie sie sehen, mit ein bißchen Entgegenkommen und Verständnis für unsere einheimische Linzer Kultur steht einem ungetrübtem Linz-Vergnügen nichts im Weg!Wir wünschen ein schöne Zeit, Hals- und Beinbruch!

Komitee für ungetrübtes Linz-Vergnügen, 2009-05-03

Neues

Wie nun der heisseluft Redaktion gegenüber bestätigt wurde, kam es in den letzten Monaten doch zu Annäherungsversuchen innerhalb des zersplitterten dritten Lagers. Folgendes Bilddokument etwa, wurde uns von Hilmar Kabas zugespielt:

Am Begräbnis der Sonne nämlich waren alle Streitigkeiten vergessen. Die FPÖ entsandte sogar eine eigene Trauerkapelle:

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Der ILAZ (intelligentester Landeshauptmann aller Zeiten) dazu:

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Petzi bemühte sich wiederum fernab der linkslinken Gutmenschenmedien einem ausgewählten Publikum seine Strategie zu präsentieren:

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Welche aber der „Sasaka-Strategie“ des ILAZ unterlegen war. ALLES IST GUT, ES WIRD IMMER BESSER!!!!!

Das Land kann nun wieder aufatmen, garantiert!

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Lei, lei nit aufregen…

Am Sonntag wurde in Kärnten gewählt! Sah es ja noch vor wenigen Monaten ob des viel zu früh von uns gerasten Jörg Haider recht trist aus im Land,…

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… machte man sich alsbald daran das Untergehen der Sonne irgendwie zu verkraften:

haider-unfallauto(Bild oben: Vor allem männliche Jugendliche versuchten, ihr Idol zu kopieren – mit teils fatalen Folgen…)

dörfler-neger(Bild oben: Haiders Nachfolger Gerhard Doofler trieb sich an den Rand der Selbstzerstörung. Der Tod seines Busenfreundes sowie todspaßige Busenwitze setzten ihm hart zu.)

Doch bald begann man Allianzen zu schmieden:

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Und bald fasste man neuen Mut zur Peinlichkeit und Landeshauptmann Doofler führte den erfolgreichen Kurs des heiligen Jörg fort, garantiert:

dorfler-saualm(Bild oben: LH Doofler kümmert sich persönlich um die Sicherheit seiner Kärntner! Hier bei einer Routine-Straßenkontrolle…)

Die Sympathien stiegen und die Überraschung folgte am Wahltag:

wahl-karnten(Bild oben: Wie erst jetzt bekannt wurde, verwechselte eine große Zahl der Wähler die Wahlzelle mit einem Pissoir.)

So konnte das BZÖ einen fulminanten Wahlsieg feiern!

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Wir wünschen den Orantschn viel Spaß beim Bankrott und teilen allen Opfern unser tiefstes Beileid mit! Lei loßn…

Harald „High Voltage“ Vilimsky

bilderbuchderrechtsgeschichte_image112Seit einiger Zeit ist der so genannte Taser – ein 50.000 Volt Elektroschocker – für den Einsatz im Strafvollzug im Gespräch.

Um die angebliche Harmlosigkeit des Elektroschockers zu beweisen, ließ sich FPÖ-Sicherheitssprecher Harald Vilimsky mit 50.000 Volt beschießen – die Zeitung Kurier war live dabei, ein Journalist unterzog sich ebenfalls dem Selbsttest.

Wie der Kurier berichtet, müssen sich derzeit die Beamten mit Körpergewalt oder nicht optimal geeigneten Einsatzgeräten gegen Gefangene zur Wehr setzen.

Hier das Video:

Die Heisseluft-Redaktion lobt die Einsatzbereitschaft des Herrn Vilimsky, muss aber um einen objektiven Vergleich anstellen zu können, darauf bestehen, die erwähnten derzeit angewandten und alternative Methoden ebenfalls zu testen.

Wir schlugen Herrn Vilimsky eine Testreihe vor, bei der er nacheinander mit Territion, Pfefferspray, Schlagstöcken, einem Hodenring, einer Peitsche, Daumenschraube, Schwedentrunk, Brustreißer, Mund- und Analbirne, einer Rohrzange, einem Feuerlöscher, Sauborsten, Klospülung, Faustschlägen und einem Kartoffelschäler behandelt wird, um zur Räson gebracht zu werden. Die Mitglieder der Redaktion sind  gerne bereit, dies durchzuführen und zu evaluieren.

Eine Antwort erhielten wir von Herrn Vilimsky bislang noch nicht.

Dinge, die wichtig sind…

In Memoriam Kurt Weinzierl (1931-2008)

Der Ausnahmeschauspieler und Komödiant verstarb letzten Freitag 77 jährig. Aus diesem Grund hier ein Ausschnitt aus der Serie „Kottan ermittelt“, in der Weinzierl den Polizeipräsidenten Pilch mimte:

Danke, Kurt!

Was jedermann und jederfrau zur Zeit beschäftigt:

Die Finanzkrise, oder besser Wirtschaftskrise

Etwa Eine Billionen Euro sollen nun diverse Industriestaaten weltweit den Banken zukommen lassen, um sie und damit unsere gesamte Zivilisation, ja „unseren way of life“ zu retten. Laut Meldung von….jetzt, steigen die Börsenkurse wieder rapide an! Nein sinken wieder – Pech gehabt, wer sich heute noch überlegt hat, das Eine oder Andere Schnäppchen zu ergattern, um es dann später teurer verkaufen zu können. Pech gehabt, wer „aus Panik“ seine Anteile an z.B. einer maroden Bank um einen Bruchteil des Einkaufswertes verscherbelt hat. Zack Zack! Alles ist gut, es wird immer besser…Zuversicht, Schock, Vertrauen, psychologisch wichtig, eine frage der Zeit, absolut unausweichlich, absolut unwahrscheinlich…Erinnert irgendwie an das Vokabular eines Hundetrainers. Eine Billionen Euro! Seit etwa 20 Jahren wird uns erklärt, dass jeder Cent für die Benachteiligten zu wäre – nicht leistbar! Was soll’s, der wirkliche Crash wird durch die aufopfernde Bereitschaft von uns Steuerzahlern, auch die noch so dümmliche Finanzspekulation mit unseren Geldern abzusichern, fürs erste hinausgezögert. Doch die USA schlittern bereits in die Rezession, Ungarn ist pleite (man beachte die noch vor kurzem abgegebenen Statements bzgl. Investitionen im „Osten“), Island ist pleite… Das beste aller Systeme, die einzig vernünftige Ideologie hält uns seine eigene Instabilität vor Augen. Das ist aber nicht neu – Krisen gibt es, seit es den Kapitalismus gibt. Die Heilsversprechen des Warensystems und des freien Marktes entpuppen sich periodisch als Ideologie der Herrschenden zum Zwecke der Ausbeutung der Arbeitenden. Der Sozialstaat war nur eine kurze historische Erscheinung. Und man ist sich dessen bewusst. Man hat vorgesorgt: Abbau der ArbeitnehmerInnenrechte, Überwachung, Ausbau der Polizeibefugnisse, Ausbau der Militärbefugnisse (z.B. unlängst in Deutschland), Entstehen und Wachsen eines privaten Sicherheitssektors, Propagieren der totalen Endsolidarisierung, Sicherheit, Ausländerhass, Zwangsarbeit und Verdummung. Der wirkliche Crash folgt Beifuss – Die Frage ist nur, ob von Oben oder von Unten!

Und…

…Noch wer ist gestorben:

Warum ich kein Kerzerl anzünd!

tito-bye-bolecinaWeinende Mütter, ängstliche Väter, ein Land in Trauer, Untergangsstimmung… So präsentiert sich momentan Kärnten der Welt. Die politischen GegnerInnen eilig bemüht, ihre „tiefe Trauer mit dem Mann, der sicher sehr widersprüchlich war und von dem einen politisch Welten trennen“, zu bekunden. Auch die Medien bemühen sich, ob der tragischen Umstände seines Todes, seine „guten Seiten“ hervorzukehren – allen voran der ORF. Ein Mensch wäre er gewesen (no na), der wenngleich er polarisiert habe, für alle da war. Immer ein offenes Ohr, weitergebracht habe er Kärnten, dem kleinen Mann eine Stimme gegeben. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass jedeR der/die nun trauert, den Landeshauptmann persönlich gekannt hat. Da ist auch was wahres dran, er hat ihnen dieses Gefühl vermittelt. 24 Stunden Händeschüttelmarathon – vom Sängerfest in Spittal/Drau mit 260km/h zum Society Event in Velden und weiter nach Völkermarkt zum Treffen des Abwehrkämpferbundes. Für jedes Publikum eine eigene Sprache, eigene Inhalte. Denn er sagte, was viele sich denken (weil er sagte, was die Leute hören wollten). Er hat die kleinen, schmutzigen Vorurteile zu großen gemacht. Er hat die kleinen Fehler zur großen Wahrheit erhoben. Was man vor ihm nur hinter vorgehaltener Hand aussprach, für das man sich zurecht auch schämte, ist durch ihn vom Nonsens zum Konsens geworden. Geldgeschenke, für die man sich anstellen musste – das größte Geschenk aber, „dass er an uns denkt, uns hilft“. Der Eindruck entstand, jede finanzielle Zuwendung stamme aus seiner eigenen Tasche. Das Landesvermögen weg (z.B. Kelaganteile), die Kassa leer, Rekordverschuldung (934,814.217 Euro ohne ausgelagerte Unternehmen, )! Eine wirtschaftliche Erfolgsstory, wie er unermüdlich hinausposaunte (Kärnten hat mit 24.114 Personen (18 Prozent) die meisten Ausgleichszulagenbezieher). Skandal hier, Skandal dort und immer waren die anderen Schuld. Ortstafel-Kasperltheater – ein dankbares Thema. Politik für die Mehrheit, auf Kosten der Minderheit. Deportation von AsylwerberInnen – Hatte er auch für sie ein offenes Ohr? Hat er ihnen auch jovial die Hände geschüttelt? Ihnen erklärt, warum sie in Nacht und Nebel weggeschickt werden? In diesem ganzen Trauerspiel entsteht mittlerweile der Eindruck, es wäre schon pietätlos, nicht zu trauern. War der Spruch mit der „ordentlichen Beschäftigungspolitik“ pietätvoll? Überhaupt sein Umgang mit der Geschichte?

Nein, Nazi war er keiner, auch die meisten seiner WählerInnen sind das nicht. Genau wie er haben sie abernogomet anscheinend keinerlei Berührungsängste in diese Richtung. Genauso werden sie kein Problem damit haben, auf seinem Begräbnis zwischen europäischer rechtsradikaler Elite inklusive deren Bodensatz zu stehen. Er hat zumindest dazu beigetragen, dass der „gesellschaftliche Diskurs“ von Themen und „Argumenten“ – auch Rülpsern – beherrscht wird, die von weit rechts stammen. DurchschnittsösterreicherInnen verwenden heute Begriffe, die sonst nur in Burschenschafter-, Ewiggestrigen-, und Neonazikreisen verwendet werden. Er für Alle: Wenn man sich für Politik nicht interessiert, wählt man halt – möglicherweise auch wegen des Unterhaltungswertes – die feschen Rechten. Wenn man Angst hat, wählt man die Rechten. Wenn man sich benachteiligt, schlecht behandelt und unterdrückt fühlt, wählt man die Rechten. Wenn man es in der Wirtschaft weiterbringen will, wählt man die rechten. Haider hilft.

Nun ist er nicht mehr. Seine Partei ratlos. War er selbst doch der einzige Inhalt, die Struktur und das Aushängeschild. Seine Jünger sitzen nun da, demonstrieren Einheit, erklären, jedem wurde seine ganz persönliche Rolle zugeteilt… Petrus, du bist der tito-bye-huseinFels…am dritten Tage auferstanden…Stopp – Auch Lieschen und Franzi Einfach werden erkennen müssen, dass er kein Heiliger war und kein Übervater. Sie werden auch eines fernen Tages erkennen, dass ein mündiger Mensch so etwas auch nicht nötig hat.

Was hat er bewegt? Nun, vor allem sich selber von A nach B – und das viel zu schnell.

Ich habe ihn nicht persönlich gekannt und habe ihn politisch abgelehnt. Jegliche Trauer meinerseits wäre pure Heuchlerei…