Eurobar – too old to join!

Nachdem sich nun herausgestellt hat, dass in dem Land mit den geringsten Einkommen und Pensionen in der Eurozone – also Griechenland – die Leute „über ihre Verhältnisse“ gelebt haben und nun anscheinend die Staaten an der Wirtschaftskrise schuld sein sollen, und nicht die Wirtschaft selbst (oder deren Funktionsweise aber auch deren Protagonisten), schaut man nun bezüglich Neuaufnahme in die Eurozone genauer hin. So ist dem Online Standard zu entnehmen, dass der Tschechischen Republik seitens der EU-Kommission mangelnde „Ambitionen in der Fiskalstrategie“ vorgeworfen wird. Und zwar sowohl was „die Einnahmen als auch die Ausgaben betrifft“. Dem nicht genug, liegt noch dazu die „Alterung der tschechischen Population klar über dem EU-Durchschnitt“, was „Befürchtungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen erzeuge und auf den Bedarf von Reformen des Pensions-Systems und der Gesundheitspflege zeige“ (siehe hier).

Die Euro Beitrittskriterien (gemeint ist das Geld, nicht Fußball!) sind 2010 also erweitert worden. Musste man bislang nur Ausgaben und Einnahmen im Griff haben, muss nun also auch das Durchschnittsalter angepasst werden. Für Tschechien und andere Länder heißt das wohl: Sparen bei den Staatsausgaben, weg mit den Alten oder Steigerung der Fortpflanzung!

Ein Glück für Deutschland, dass überdurchschnittliche Fettleibigkeit noch kein Ausschließungsgrund aus der Währungsunion ist. Übergewichtig ist Deutschland auch politisch gesehen und das soll nicht nur so bleiben, sondern noch ausgebaut werden – zumindest wenn es nach deutschen Politikern und EZB Chef Jean-Claude Trichet geht.

Im Interview mit dem „Handelsblatt“ forderte Trichet nämlich Deutschland auf, eine Vorbildrolle einzunehmen. Die Regierung in Berlin stehe als eine Art „Euro-Polizei“ in der Pflicht und müsse anderen Mitgliedstaaten der Euro-Zone auf die Finger schauen (siehe hier).

Wäre ja schließlich nicht das erste Mal in der Geschichte, dass Deutschland am Balkan und andernorts eine „Polizeirolle“ übernimmt…

Wer nun noch überzeugt davon ist, dass dieses Wirtschafts- und Politiksystem das beste aller möglichen ist, der/die kann einerseits wohl nur noch beten, dass nicht bald ein weiterer Staat bankrott geht, der dann nicht mehr „too big to fail“, sondern  „too big to bail out“ ist und/oder z.B. über positive Folgen der Ölpest im Golf von Mexiko grübeln  (z.B. „die Hai-Angriffe gehen zurück“)…

Dass etwas faul ist – nicht nur im Staate Griechenland – pfeifen nicht nur die Spatzen von den Dächern. Nein, auch andere Tiere haben das längst geschnallt:

…Aber die Banken sind aus Marmor!

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2 Antworten zu “Eurobar – too old to join!

  1. Zum Glück sind wir am besten Wege den Feschismus einzuführen. Schlank sein und seelisch krank sein ist angesagter denn je, zumal die Kalorienzahl ohnedies aus Einsparungsgründen reduziert werden sollte. Alte & Blade, sowie Griechen und Tschechen sollten sich endlich anpassen oder ab ins Fat-Burn-Camp auf die Saualm!

  2. außerdem ist vielzulang gegessen, gesoffen zund geschlafen worden – damit muß jetzt schluß sein! 24 Stunden Arbeit und dabei blendend aussehen !

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