Völlig durchgeknallte vorbildlich Integrierte

Bislang konnte ich ja mit dem Schlagwort Integration (also dessen Verwendung in der deutschen Sprache) nichts anfangen. Eine Gesellschaft ist weder homogen, noch statisch. Wer soll wie wo in welches (Sub-)System integriert werden oder sich integrieren? Zumindest einen Aspekt hat nun aber die Tageszeitung „heute“ formuliert, auch wenn sie uns bei der Interpretation allein lässt wie das sprichwörtliche Männlein im Walde.

Wie „heute“ berichtet, galt er als vorbildlich integriert und netter Kollege. Die Rede ist von dem Mann (Türke, 76), der seinen Nebenbuhler (Türke, 58) nach einem jahrzehntelangem Streit um die Frau des Täters (Türke, 58) umgebracht und danach seinen kurac abgeschnitten hat, um ihn anschließend auf sein Gesicht (des Türken, 76. Also das des Opfers) zu legen. Ich glaube mich daran zu erinnern, vor langer Zeit einen Bericht gelesen zu haben, nachdem die Comanchen (die in den heutigen USA, nicht jene am Wörthersee) im 19. Jh. Solche Praktiken an ihren Feinden anwendeten (bitte nicht falsch verstehen, ich habe größten Respekt vor den Ureinwohnern Amerikas!). Dass dies im Anatolien des 20. und 21. Jahrhunderts ebenso Brauch sein soll, kann ich so recht nicht glauben. Also wenn es sich hier um einen Fall von falscher oder unzureichender Integration handeln soll, kann das Problem nicht am so oft beschworenen „unterschiedlichen kulturellen Hintergrund“ liegen. Nein, der Hund ist woanders begraben. So bin ich dank „heute“ um ein bisschen gscheiter geworden. Dieses von der besagten Zeitung so kryptisch formulierte mysteriöse Integrationskriterium muss also in etwa so lauten: „Der/die Fremde darf kein durchgeknallter Spinner sein (… und darf somit nicht Teil unserer Gemeinschaft(en!!!!) sein).“ Soweit, so schlecht. Was soll dann aber der Körper, in den es sich zu integrieren gilt, mit von Geburt an de jure integrierten, durchgeknallten Spinnern (sprich Staatsbürger) machen? Soll man die dann auch „desintegrieren“? Weil, da Spinner, nix volksgemeinschaftstauglich? Wohin mit all den Leuten? Eine mögliche Vorgehensweise führt uns wiederum zu den Comanchen, welche von der Regierung in Reservate gesteckt wurden. Nein, das ist keine Lösung. Und bei genauerem Nachdenken kam ich zu der Erkenntnis, dass es bereits Organisationen gibt, wo völlig Durchgeknallte – aber der eigenen Einschätzung nach vorbildlich Integrierte (da ja Staatsbürger von Geburt an) – Leute eine Heimat finden, liebevolle Wärme genießen können und mit ihren kuraci anstellen können was sie wollen….

ert

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3 Antworten zu “Völlig durchgeknallte vorbildlich Integrierte

  1. empörter Bürger

    Ich bin erschüttert von dieser reisserischen Berichterstattung über den seriösen Versuch unsere Heimat vor Bevölkerung zu schützen. Bitte rufen Sie mich nie wieder an.

  2. Man sollte mehr vollbusige Schwedinnen integrieren. Schließlich gewinnen wir Österreicher regelmäßig in den Europaweiten Sex-Umfragen. (Wie oft kommen sie am Tag? 67 mal, wenns regnet, 75 wenn die Sonne scheint. )

  3. Da, mojo austrijo… lei loßn!

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