Was mich ärgert: Weltnichtrauchertag!

Rauchen ist ja nicht wirklich entspannend und ist zudem- wie auch fettes Essen, das Missachten von roten Ampeln, Free-Climbing, mit Nazis diskutieren, schnell fahren, langsam fahren, ungeschützter Geschlechtsverkehr, Tauchen, Fliegen, ohne Helm Motorrad fahren, mit Helm schwimmen, in baufälligen Häusern wohnen, in feuchten Häusern wohnen, wohnungslos sein, Arm sein, sich besaufen, Stress und vieles mehr – gesundheitsschädlich.

Jetzt sprechen sich laut einer Umfrage eine große Mehrheit der ÖsterreicherInnen für ein generelles Rauchverbot aus. – Schön! Nur, die Mehrheit raucht ja auch nicht. Aber anstatt sich zu überlegen, was da von wem immer wieder gefordert und gefördert wird, lassen sich die Menschen auseinanderdividieren und hacken lieber gegenseitig aufeinander ein. Was kommt als nächstes: Prohibition? Kondomkontrollen? Freizeitgefährdungsverbot bzw. Freizeitgefährdungssteuern? Köperfettsteuer? Lebensmittelfettsteuer? Oder gleich Schweinemastverbot? Warum liegt denen da oben unsere Gesundheit so sehr am Herzen, dass man ständig darüber nachdenkt, uns alle Freuden des Lebnes zu verbieten? Ganz einfach – schließlich, und das ist des Pudels Kern, ist Arbeit ja schon gesundheitsschädlich genug. Und Arbeit brauchen wir dringend, um morgens hin- und nachmittags wieder nachhause zu fahren. Die da oben aber brauchen unsere (gesunde) Arbeitskraft, um ihre teuren und ebenfalls ungesunden Hobbies zu finanzieren (da sie aber reich sind, gibt’s diesbezüglich keine Einschränkungen). Wie viele Menschen sterben durch Arbeit, Armut und Umweltverschmutzung? Wer fordert, diese Um- und Zustände zu verbieten?

Mittlerweile stellt man uns nicht mehr vor die ohnehin schon ausreichend schwachsinnige Wahl: Freiheit oder Sicherheit. Heute heißt es: Freiheit oder Gesundheit.

Nun mit Verlaub, im Zweifelfall entscheide ich mich jeweils für Ersteres – Und eigentlich ist Rauchen zugegebenermaßen seeeeeehr entspannend. Und es bereitet mir einen Heidenspaß, am Weltnichtrauchertag Unmengen von Zigaretten, eine Zigarre und eine Pfeife zu genießen!!!

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8 Antworten zu “Was mich ärgert: Weltnichtrauchertag!

  1. Lasst die Menschen doch einfach SELBER entscheiden – Freiheit und Gesundheit! Warum sollte nich jeder Erwachsene selber entscheiden können ob er passivrauchen will? Lasst denen doch die Freiheit, mit dem Rauchverbot kann man dann wählen.

    Und weil Messer auch gefährlich sind ist das ja kein Grund Schusswaffen zu erlauben.

    Also, rauchen sollte wieder privatsache werden!

  2. ich weiß jetzt nicht genau, was sie meinen. ich nehme aber an, sie unterstützen meine Forderung nach weniger Forderungen und mehr Freiheit…

  3. Um bei der Gottesfrage, eine für fast alles benützliche Metapher, zu bleiben: Es gibt Leute die glauben an Gott. Es gibt Leute, die glauben, dass es in nicht gibt. Und es gibt Leute, die glauben weder an ihn, noch daran, dass diese Frage angesichts des Lebens Sinn macht. Vielleicht Denkt man/frau beim Sterben doch mal kurz drüber nach, weiß ich aber nicht, weil ich noch nie gestorben bin.
    Wenn ich jetzt z.B. nicht rauche, rauchen auch nicht schön und Passivrauchen auch nicht als angenehm empfinde, allerdings auch kein „Nichtraucher“ bin, weil ich mich nicht über das Unterlassen einer Handlung definiere (abgesehen von Wehrdienstverweigerung u.ä. vielleicht) dann kommt mir „Freiheit“ als Begrifflichkeit in diesem Zusammenhang ziemlich unsinnig vor.
    Antiliberale Bürgerliche wollen das Individuum vor seiner Freiheit schützen, wenns sein muß mit dem Hinweis auf die angeblich schützenswerte „Freiheit“ anderer. Liberale Bürgerliche wollen, dass das Individuum alles tun und lassen kann, was den Kapitalismus nicht gefährdet damit alle zusammen und jeder gegen jeden in der Scheiße nach einem Körnchen Glück wühlen und sich dann darum prügeln darf. Was das mit dem Rauchen zu tun hat? Nix oder alles. Solange mich niemand als militanten Nichtraucher denunziert, wenn ich nicht den Raum verlassen müssen will um nicht rauchen zu müssen. Wir könnten natürlich auch überlegen ob Selbstmord legalisert werden sollte, allerdings könnten wir uns auch damit beschäftigen die Welt lebenswert zu gestalten.

  4. Dieser Artikel ist natürlich polemisch! Aber eine Tatsache ist, dass sich in letzter zeit sämtliche VolksvertreterInnen damit beschäftigen, vorschriften zu machen, was gesund und was nicht gesund ist. mag damit zu tun haben, dass, wie die staatsfixierte linke immer wieder betont, die politik das primat (uuuhuuuh) über die wirtschaft verloren hat, und deshalb nach neuen aufgaben sucht. mag aber auch sein, dass der faschismus nie wirklich eliminiert wurde und wir deshalb ständig unsere privatssphäre (auch als gruppen) gegenüber staat und kapital verteidigen müssen. dass da wenig zeit, energie und aufmerksamkeit der verhältnisse an sich und dem umstand, dass diese veränderbar sind, gewidemet werden kann, ist schlichtweg OASCH! Nun, um aufs thema zurückzukommen: wenn ich rauche, und es stört jemanden, gehe ich weg, oder suche mit der person eine gemeinsame lösung, wie ich rauchen kann, ohne besagte person zu stören… DAFÜR BRAUCHE UND BRAUCHTE ICH ZU KEINER ZEIT DEN GESETZGEBER!!!

  5. Albert Dampfbuck

    S.g. herr Abel! Sg. Redaktion!

    Also meiner meinung nach nehmen die ernstzunehmenden Beiträge auf dieser von mir vielgeschätzten Seite langsam überhand. Da muß man was dagegen tun, sonst fangen wir noch an zu glauben was wir schreiben.
    Ich kenne Herrn Abel schon seit seiner Geburt. Er wohnt in meinem Gehirn. Aber angesichts der täglichen Schreckensmeldungen in allen Medien finde ich v.a. die religiös motivierten Beiträge auf Ihrer Seite höchst erbaulich. Weiter so- aber vergessene Sie niemals die hohe Verantwortung, die Sie tragen gegenüber dem hehren Ziele der Un- und Umsinns!

    mfg
    Ihr Albert Dampfbuck

  6. Sg. geehrter herr Dampfbuck,

    Vielen Dank für die rebaulichen Worte. Ihre Kritik nehme ich selbstverständlich sehr ernst. Sollten die Leserquoten für die „ernste Schiene“ auf dieser Seite bis Herbst nicht steigen, werdeN ich (wir) selbstverständlich Konsequenzen ziehen. Es ist nur so, dass einem sehr viel weniger heiße Luft entweidht, als man es gemeinhin annimmt. insofern sind ernste Beiträge notwendig, um das werkl am laufen zu halten, auch wenn der Schmäh nicht rennt.
    Sie sind aber herzlich eingeladen, wie alle anderen LeserInnen auch, heiße luft beizutragen.

    hochachtungsvoll,
    Heribert Heißluft von Hohenlohe

  7. Ich versuch jetzt trotzdem mit dem Rauchen aufzuhören – ich nehme mir sozusagen die Freiheit, meine Freiheit wieder zu erlangen. Welche Fortschritte ich mache dokumentiere ich ebenso in einem Blog unter lilithtilt.blogspot.com – ich freue mich auf diverse Rauchzeichen

  8. Pingback: worst of « Viel heiße Luft

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