Gelebter Postpatriotismus

Manche KärntnerInnen werden es wissen, dass in ihrem Heimatlandl zwei, statt nur einer oder vielleicht vier offizieller Sprachen gesprochen werden.

Damit meine ich nicht die Sprache der Vernunft und die der Idiotie. Nein, es handelt sich um Deutsch (vulgo Taitsch) und Slowenisch (vulgo Slovenščina). Nun kann es aber vorkommen, dass der Eine oder die Andere KärnterIn ob dieses sprichwörtlich babylonischen Sprachengewirrs schon mal die Nerven wegwirft. So geschehen in Celovec, wo ein pflichtgeschädigter Postausträger (BZÖ) ein Poststück mit der skandalös obszönen Adresse “9020 Celovec/Klagenfurt“ an den Absender retournierte mit dem Vermerk „9020 Klagenfurt – noch immer wie vor 1.000 Jahren“ (…Mit freundlichen Grüßen ihr Reichspostzusteller, Anm. Red.). Diese mutige Tat muss man schon hervorheben – was der pfiffige LH Jörg (BZÖ) auch nicht verabsäumte, indem er den guten Mann ob seines „Mutes zu gelebtem Patriotismus“ lobte. Landauf und Landab kam es zu spontanen Sympathiekundgebungen für den patriotischen Helden und unermüdlichen Kämpfer für taitsches Mehrhaijtssproh. Vom Kranzlreitzaumzeugreferenten der Kärntner Landesregierung Mag. Otto Orasche (BZÖ) über den Landesseebühnenwitterungseinwirkungsbeauftragten Dipl.-Ing. Konrad Kulnik (BZÖ) bis zum Landesjägerpfarrer Walter Wotschoulninig (BZÖ) wird betont, dass sich sihalich auch „[…] der gemeine Briefverkehr an die gemeine Verkehrssprache anzupassen hat und andernfalls nach Slowenien auswandern soll, wenn es ihm hier (dem taitschen Lond, Anm. Red.) nicht passt“ (Presseaussendung der Landeslandjugendverwesreferentin Purita Perkounig, BZÖ). Der Kärntner (BZÖ) hört am liebsten den Kärntner (BZÖ) Kärntnerisch reden – jetzt, vor 1000 Jahren und in 1000 Jahren (BZÖ)! (orf.at)

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6 Antworten zu “Gelebter Postpatriotismus

  1. Wozu führen wir seit nunmehr über 80 Jahren einen Abwehrkampf, wozu haben wir seit Jahrzehnten unsere slawischen Orts- und Familiennamen geschickt eingedeutscht, wenn nicht dafür, dass einem solchen grausamen und unverhohlenen postalischen Gebietsanspruch seitens der großslowenischen Lobby ein Riegel vorgeschoben wird! Einen Dank an den tapferen Postillion und unseren Landeshauptmann, der sagt was sich viele Denken und nicht aussprechen wagen, wegen des Gesinnungsterrors einiger weniger linkslinker Elemente in Wien und Laibach!

    Arthur von Ovschan-Predoullnig, Völkermarkt

  2. „9020 Klagenfurt – noch immer wie vor 1.000 Jahren“
    Als passionierter und mittlerweile pensionierter Philatelist bin ich ein profunder Kenner der Postgeschichte in Österreich. So kann ich bestätigen, dass die Postleitzahl 9020 seit nunmehr 1000 Jahren Klagenfurt zugeordnet wird! Damals allerdings, das kann nicht oft genug erwähnt werden, war St.Veit/Glan die Landeshauptstadt!

    Hermann Tscherschinitznig, St. Veit/Glan

  3. Post-Faschismus!
    (und diesmal stimmts sogar, ich bin außer mir vor Glück… ich meine Empörung!)

  4. Dieser Beitrag zeigt wie richtig es war aus Kärnten auszuwandern.

    LG aus dem Exil

  5. Ich freue mich immer wieder über so nette Kommentare Herr auslandskärntner… Danke

  6. Ich freue mich immer wieder über so nette Kommentare Herr auslandskärntner… Grüße aus dem Sumpf und Danke

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