Frostern!

Ostern ist, wie wir leidvoll feststellen müssen, nun vergangen. Es ist das Fest des Frühlings, des Hergottes im Himmel und der heimatverbundenen Brauchtumsaufrechterhaltungspflicht in der Heimat. Wenn im Tal die Kinder ebenso strahlen wie die von uns so geschätzte und lieb gewonnene Sonne, genauso wie der geile Alpensteinbock dort oben in den Karawanken. Es ist allerortens unbestreitbar: Es wird Sommer werden! Da wird er eingeleitet von den traditionellen Peitschenreitbienenstockstechspringjauchzern in Goritschitschach ob der Drau und die jungen Burschen auf der Ledenitzener Fraten stehen ihnen um nichts nach, wenn sie allosterlich ihre Dirndln, eingehüllt in die schönsten lokalen Feiertagstraditionsfesttrachten, von Haus zu Haus tragen, um den göttlichen Segen zu erhalten und nebstbei Literweise Sliwowitz gurgeln sodass schon mal der Eine oder der Andere in die Drau burzelt und ihre aufgeschwemmten Kadaver erst wieder in Lavamünd angeschwemmt werden und zum Vorschein kommen. Das erste Frühlingsgeborzach schickt sich an, zaghaft aber doch, Blüten zu tragen und die unleugbaren fliegenden Frühlingsboten dort oben am Firmament begleiten fröhlich zwitschernd die ehrwürdigen Osterbrauchtumstraditionsspektakel. Es ist einem nun warm ums Herz und auf den Wangen in der Heimat. Und allein der Gedanke, sie wieder verlassen zu müssen zur Verrichtung des leidlichen Tagewerks, treibt einem die Trauertränen in die sonst so ob der strahlenden Sonne zusammengekniffenen Äuglein.

Advertisements

3 Antworten zu “Frostern!

  1. Sehr geehrte Brauchtumspflege!

    Es ist meiner Partei seit Ahnengedenken, und mir persönlich in Besonderem, ein großes Anliegen, Brauchtum und Kultur zu pflegen. Ich möchte mich auf diesem Wege herzlich bei ihnen bedanken und wünsche ihnen desweiteren viel Glück auf und Freundschaft und so. Es ist gerade für die Jugend sicherlich a tolle Sache, wenn sie in der Sprache und durch ein Medium unsrer Zeit über die Bräuche und die Kultur ihres Heimatlandes informiert werden. Gerade in Zeiten der Orientierungslosigkeit und Drogengefahr ist es notwendig, eine Alternative zur Konsumverwirrung und Bawagpleite anzubieten. Dass sie durch ihre Verdienste um die Jugend auf dem besten Wege sind, ein saftige Landesfördung (finanziert jeweils zur hälfte durch EU und Bund) zu bekommen, kann ich ihnen auf disem Wege schon mal verraten.

    Alles gute,
    Euer Rudi Despotnik

  2. Jacqueline Glawutschonigg

    Auch ich möchte mich dem vorangegangenen Lob anschließen. Auch wenn in ihrem Artikel die feisten Veitstanzpfeifer die alljährlich zur Osterzeit allerorts zu sehen sind, vergessen wurden. Ursprünglich, so muss ich doch richtig stellen, da mir diese besonders am Herzen liegen, bin ich doch feister Veitstanzvereinsvorstand, stammt dieser traditionelle uralte Brauch, Mitte der neunziger Jahre entstanden, aus dem Drautal, namentlich dem Örtchen Tschabutscheinach. Allzuoft werden die Veitstanzpfeifer allerdings von anderen Ortschaft als ihre ureigene Kultur vereinnahmt, was ich hiermit gerne dementieren möchte um darauf zu bestehen, dass Tschabutscheinach das einzige und alleinige Recht hat, die „feisten“, wie sie gerne abgekürzt genannt werden, als die ihrigen zu bezeichnen.

    In Dank
    Ihre Jacqueline Glawutschonigg

  3. ich möchte gerne ihnen beiden recht geben, die landeskulturfördung verbietet es mir allerdings, partei zu ergreifen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s