Viel heiße Luft

Völlig durchgeknallte vorbildlich Integrierte

Oktober 12, 2007 · 3 Kommentare

Bislang konnte ich ja mit dem Schlagwort Integration (also dessen Verwendung in der deutschen Sprache) nichts anfangen. Eine Gesellschaft ist weder homogen, noch statisch. Wer soll wie wo in welches (Sub-)System integriert werden oder sich integrieren? Zumindest einen Aspekt hat nun aber die Tageszeitung “heute” formuliert, auch wenn sie uns bei der Interpretation allein lässt wie das sprichwörtliche Männlein im Walde.

Wie “heute” berichtet, galt er als vorbildlich integriert und netter Kollege. Die Rede ist von dem Mann (Türke, 76), der seinen Nebenbuhler (Türke, 5 8) nach einem jahrzehntelangem Streit um die Frau des Täters (Türke, 5 8) umgebracht und danach seinen kurac abgeschnitten hat, um ihn anschließend auf sein Gesicht (des Türken, 76. Also das des Opfers) zu legen. Ich glaube mich daran zu erinnern, vor langer Zeit einen Bericht gelesen zu haben, nachdem die Comanchen (die in den heutigen USA, nicht jene am Wörthersee) im 19. Jh. Solche Praktiken an ihren Feinden anwendeten (bitte nicht falsch verstehen, ich habe größten Respekt vor den Ureinwohnern Amerikas!). Dass dies im Anatolien des 20. und 21. Jahrhunderts ebenso Brauch sein soll, kann ich so recht nicht glauben. Also wenn es sich hier um einen Fall von falscher oder unzureichender Integration handeln soll, kann das Problem nicht am so oft beschworenen “unterschiedlichen kulturellen Hintergrund” liegen. Nein, der Hund ist woanders begraben. So bin ich dank “heute” um ein bisschen gscheiter geworden. Dieses von der besagten Zeitung so kryptisch formulierte mysteriöse Integrationskriterium muss also in etwa so lauten: „Der/die Fremde darf kein durchgeknallter Spinner sein (… und darf somit nicht Teil unserer Gemeinschaft(en!!!!) sein).“ Soweit, so schlecht. Was soll dann aber der Körper, in den es sich zu integrieren gilt, mit von Geburt an de jure integrierten, durchgeknallten Spinnern (sprich Staatsbürger) machen? Soll man die dann auch „desintegrieren“? Weil, da Spinner, nix volksgemeinschaftstauglich? Wohin mit all den Leuten? Eine mögliche Vorgehensweise führt uns wiederum zu den Comanchen, welche von der Regierung in Reservate gesteckt wurden. Nein, das ist keine Lösung. Und bei genauerem Nachdenken kam ich zu der Erkenntnis, dass es bereits Organisationen gibt, wo völlig Durchgeknallte - aber der eigenen Einschätzung nach vorbildlich Integrierte (da ja Staatsbürger von Geburt an) - Leute eine Heimat finden, liebevolle Wärme genießen können und mit ihren kuraci anstellen können was sie wollen….

ert

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10. Oktober hoamatfrei!

Oktober 8, 2007 · 1 Kommentar

Anlässlich einer Feier im Vorfeld des 10. Oktober, berichtet der Pressedienst der Kärntner Landesregierung:
„Landeshauptmann Jörg Haider hob am Samstag im Rahmen der Abstimmungsfeier zum 10. Oktober des Kärntner Abwehrwehrkämpferbundes die Aktualität des jährlichen 10. Oktober und die vorbildhafte Volksgruppenpolitik Kärntens hervor. Wer Recht breche, werde nicht Recht bekommen, sagte Haider an die Adresse des rasenden Rechtsbrechers Vouk. Heute werde so viel von Werten geredet, gerade Heimat sei ein zentraler Wert. Somit sei der 10. Oktober ein Bekenntnis zu einem Selbstverständnis, erläuterte Haider. Man brauche Heimat nicht neu zu denken, sondern müsse zu ihr stehen. In Kärnten gebe es ein friedliches Zusammenleben, aber es gebe einzelne nationalistische slowenische Störenfriede und Störversuche, kritisierte der Landeshauptmann. Es dürfe kein slowenisches Territorium durch Markierungen errichtet werden, sondern es handle sich um ein gemischtsprachiges Gebiet. Damals habe es einen Sieg des Landesbewusstseins über den Nationalismus gegeben, wodurch die Landeseinheit erhalten blieb.“

Der Propagandaabteilung des Landeshauptmannes entging aber, dass sich unter den Festgästen ein Journalist der heisseluft-Redaktion befand. Dieser muss nun feststellen, dass die offizielle Pressemeldung der Landesregierung die Worte des LHJ völlig verdrehte und somit nur unzusammenhängendes Kauderwelsch produzierte. Die wirkliche Rede des Landeshauptmannes soll im Folgenden wiedergegeben werden:

„Landeshauptmann Jörg Haider hob die Aktualität der Awareneinfälle hervor. Wer Rechten mit dem Recht droht, so Haider, hat unrecht. Gerade heute seien Werte wertvoller denn je, und der 10. Oktober ein Datum im Herbst. Man brauche Heimat nicht zu verteidigen, sondern müsse konsequent auf sie eintreten. In Kärnten gebe es ein gestört nationalistisches Zusammenleben und friedliche Kärntner werden von Störenfrieden regiert. Es dürfe keine gemischtsprachigen Markierungen mehr geben, da das Territorium slowenisch sei. Damals habe es einen Sieg des Nationalismus gegeben, der lange im Landesbewusstsein erhalten blieb.

Weiters zeigte sich der Landeshauptmann begeistert vom St.Veiter Wiesenmarkt: „Das St. Veiter Wies´n Spektrum 2007 überraschte mit Atem beraubenden Schausteller-attraktionen, einem kulinarischen “Hauben” - Vergnügen im außergewöhnlichen Flair und als Höhepunkt eines Marktbummels die einzigartige Wies´n - Unterhaltungsszene:
“Kärntner Show-Express”, “Stubinger Show mit Volte”, “Die Goggauseer”, “Werner &
Company”, “Roletts”, “Wendl Trio”, “Wendl Buam”, “Frei”, “Helicopters”, “Bandhause”, “Atlantis”, “Die Himmelberger”, “Günther Vogt”, “Die Herzogstädter”, “Michi Müller & Charly” u.v.a. spielten live in den Eventzelten: Springer Halle, St. Veiter Festhalle und Hirter Malztenne!“

ert

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FREE BURMA!

Oktober 4, 2007 · 1 Kommentar

Heute (04102007) ist der “free Burma Blogger Aktionstag”, oder so… Aus diesem Grund gibt es an dieser Stelle einen Beitrag zum Thema! Obs was bringt? Keine Ahnung. Aber nix tun, bringt bekanntermaßen a nix!

So, Burma also. Was oder wo ist das? Hat auf jeden Fall Schlagzeilen gemacht. Tote, friedliche DemonstrantInnen, dem/der westlichen NormalverbraucherIn unbekannte Generäle und sonstige Irre, die seit Jahrzehnten mit der Peitsche regieren und alles was sich nach freier Meinungsäußerung anhört, brutal zerstören. “Ja, Schweine sind halt Schweine. Uns gehts gut, Gott oder wem auch immer sei Dank. Die Burmaner. Burmenen, oder Burmesen werdens auch noch lernen…”, mag sich der Eine oder die Andere EuropäerIn da denken. Aber in welchem Land oder Teil dieser, unseren Erde kann Mensch wirklich frei sein? FREI von ökonomischen Zwängen. FREI, zu sagen und zu denken was er/sie will. FREI von Bevormundung, kapitalistischer Propaganda und grausiger Hetze gegen Minderheiten undundund… FREE BURMA ist eine fabelhafte Sache und muss zu FREE WORLD werden! Oder glaubt wirklich jemand, es gäbe keinen auch, und gerade uns (EuropäerInnen) betreffenden Hintergrund zu der Barbarei in z.B. Sudan oder Nigeria? Von der täglichen Schufterei, die der größte Teil der Menschen leisten muss, um überhaupt leben zu können/dürfen oder von den unzähligen Toten an Europas Grenzen will ich hier gar nicht erst anfangen, es würde den Rahmen sprengen (nicht aber unsere Möglichkeiten als menschliche Lebewesen)…

ert

Generalsekretär, Aufsichtsrat und Chefredakteur

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Wir, Opfer medialer Gewaltanwendung

August 12, 2007 · 4 Kommentare

“In der Privatsphäre haben Medien wirklich nichts verloren, schon gar nicht ist es rechtens schwülstige Texte und eigenartige Interpretationen zu erfinden und zu verbreiten”, zeigte sich der Anwalt von Frau René Hirschgruber (Name von Redaktion geändert) erzürnt.
Das sehen wir als integre Journalisten ebenso, wenngleich dies die Frage aufwirft, warum uns dann das unmittelbare Umfeld des Entführungsstars des Vorjahres dann in regelmäßigen Abständen mit schwülstige Texten versorgt.
In ihrem Buch “Verzweifelte Jahre – Mein Leben ohne René ” schildert Helga Lama (Name von Redaktion geändert), ihres Zeichens Mutter, die Entführung ihrer Tochter, die Zeit danach und das Wiedersehen.
“Die Präsentation des Buches stieß auf reges Medieninteresse. Auch René Hirschgruber war anwesend: Rund 15 Minuten nach Beginn betrat sie beinahe unbemerkt den Saal.” (ORF Wien, leicht abgeändert) Aber nur ebenso “beinahe” wie wir “selten” daran erinnert werden, dass nicht nur die Schweizer ihre Lust nach unschuldigen Verbrechensopfern befriedigen dürfen, sondern auch uns Österreichern diese Glück widerfahren durfte. Wofür wir uns nun gefälligst dankbar erweisen sollten und (selbstverständlich) nur die von den Anwälten der Familie autorisierten Merchandiseartikel in rauhen Mengen (z.B. auch für Weihnachtsgeschenke) erwerben sollten.

Leider wird aber mit der Leidensgeschichte der jungen Frau auch Schindluder getrieben. So gibt es zahlreiche Trittbrettfahrer, die im Windschatten des der offiziellen Erlebnisberichte ihrerseits Werke mit autobiografischen Tendenzen veröffentlichen.
“Ich war der Nachbar - mein Leben ohne René” heißt das jüngst erschienene Buch des 57 jährigen Hermann Wimpfnudler. Der Titel mag vielleicht irreführend sein, denn Wimpfnudler ist oder war weder Nachbar von René Hirschgruber noch hatte er jemals Kontakt zu ihr. “Deswegen heißt das Buch ja auch >mein Leben ohne René… Und Nachbar bin auch von jemand<!” rechtfertigt sich der frühpensionierte Eisenbahner. Andere, wie die 67 jährige Frau Gertrude Lemmingsreiter können vielleicht tatsächlich einen - wenn auch kleinen- Ausschnitt aus Renés Leben beleuchten: “Ich habe René Hirschgruber beim Billa gesehen (glaub ich)”(erschienen im strunzdum-Verlag) nennt sich der Titel der auch Programm ist.

Bleibt nur zu hoffen, dass uns weiterhin geistig abnorme Rechtsbrecher regelmäßig mit neuem Stoff für medial vermittelte Schauergeschichten versorgen, weil wir - uns selbst und unserer menschlichen Umwelt bis zur Unkenntlichkeit entfremdete Wesen- diese sonst selbst ausdenken müßten.

HH


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Mal was für’s Gemüt

August 9, 2007 · Keine Kommentare

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Großkoalitionärer Geschichteunterricht

August 3, 2007 · 2 Kommentare

Man oder Frau möchte sich wundern, wenn er oder sie strunzbetrunken ummer halber 6e die Zweierlinie quert und den Justizpalast passiert, wie schön in unserer Wienerstadt die Historie mit der Gegenwart ineinandergreift, sodaß man oder frau das eine vom andern mitunter nicht mehr zu unterscheiden im Stande ist, weil das eine - die Vergangenheit, dem andern - der Gegenwart, angepaßt wird.
So geschehen unlängst dem Redaktionsteam von “Heisseluft - ihrem flottem Magazin - mit 16 seitigem Modeteil”. Der Chefredakteur war zu diesem Zeitpunkt zwar nicht mehr in der physischen Konstitution, die Tragweite der Bedeutung ihres “Fundes” zu erfassen, sein findiger und ergebener Untergebener, der “rasende Reporter” und Wurlitzer-Preisträger Hans Hurtig war aber auf Zack um das an sich unbewegliche Stück des Anstosses zu realisieren und zwar nicht auf Zelluloid, so doch auf Großhirnrinde, zumindest dem davon noch aktiven Teil, zu bannen.
Das letzte eingebrannte Bild des Justizpalastes war jenes.

welches er unwillkürlich mit jenem historischen Hintergrund assozierte.

Wie den Ausführungen des verlinkten Artikels zu entnehmen, hat UHBP persönlich seine kostbare Zeit, die er gewiss nicht gestohlen hat, dafür geopfert, einen alles zusammenfassenden und jegliche sentimentale Wort- und Faktklauberei aussparenden und damit auch alles abschließenden Text verfaßt, den er sogleich auch, wie es schon zur Zeit der Römer Usus war (welche in diesem Fall nur indirekt- im Sinne des Vorbildes- damit zu tun haben), gleich auf eine Mamorplatte gemeißelt hat:

“Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des Republikanischen Schutzbundes und der Frontkämpfervereinigung im burgenländischen Ort Schattendorf am 30. Jänner 1927 wurden zwei unschuldige Menschen getötet. Die Täter wurden freigesprochen. Im Zuge einer gewaltsamen Demonstration gegen dieses Urteil wurde der Justizpalast in Brand gesetzt. Die Polizei erhielt Schießbefehl, und 89 Personen kamen ums Leben. Die Ereignisse dieser Zeit, die schließlich im Bürgerkrieg des Jahres 1934 mündeten, sollen für alle Zeiten Mahnung sein.”

Nun könnte man oder frau über die an sich unwesentliche Frage des chronologischen Ablaufs vortrefflich streiten (Vgl. auch: http://www.zeit.de/2007/27/Portrait-Botz) oder sich einfach darüber wundern, dass es 80 Jahre gedauert hat, bis sich Vertreter der beiden mittlerweile wieder Großparteien auf einen Text mit dem scheinbar alle leben können geeinigt haben.
Nein, das liegt nicht etwa daran, dass die “Gräben”, die letzten, sagen wir 50 Jahre so unüberwindbar tief gewesen wären zwischen den “Lagern”. Also auf der Regierungsbank im Hohen Haus wurde bislang noch kein derartiges furchiges Gebilde erblickt. Das lag wohl vielmehr daran, dass es vor einigen Jahrzehnten noch GenossInnen gegeben hätte, vor denen sich ein Heinz Fischer Bspw. geniert hätte, eine solche Tafel zu enthüllen.
“Wenn ein Fußgänger von einem Auto umgemäht wird, dann sind schon irgendwie beide schuld, auch wenn es vielleicht irgendwie mit Absicht vom Autofahrer war. Der Fußgänger hätte ja nicht so deppert über die Straße gehen müssen. Jetzt merkt er sichs wenigstens” (”…sollen für alle Zeiten Mahnung sein”)

Aber zurück zu unserem “Fund”, der im übrigen so neu nicht ist.
Für jene, welche die Heraldik während ihrer Kindheit keine derart große Freude bereitet hat wie unserm etwas sonderlichen “Rasenden Reporter”, hier eine ausführliche Erklärung zum Thema “Mißbildungen bei Vögeltieren”.

Anm. des Verfassers:
Im übrigen ist der Graben zwischen der ausbeutenden/herrschenden Klasse und der arbeitenden nicht überwindbar.

 

Hans Hurtig

 

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Die erkannte Wahrheit zurückweisen (impugnatio veritatis christianae agnitae)

Juli 19, 2007 · Keine Kommentare

“Idioten ist nichts verboten”, wurde auf diesem Blog schon einmal festgestellt. Was sich aber der Herr Innenministrant Platter momentan leistet, ist in diesem Zusammenhang doch ein, sogar in unserer Bananenrepublik hervorzuhebendes Glanzstück provinzieller “Peter und Paul kaufen sich einen Gaul” Politik, welches sich lohnt näher betrachtet zu werden.

“Wir haben ein gutes Fremdenrechtspaket”, sagt Minister Platter und meint damit jenes, welches von seiner Vorgängerin (Gott hab sie…dort wo kein Licht hinkommt) im Teamwork mit der damaligen BZÖ (und heutigen Bedeutungslosigkeit) beschlossen wurde und vom jetzigen - Sozialde… Soz… Soso… Ding, wie auch immer - Koalitionspartner mitgetragen wird. Jenes “Paket”, dessen Inhalt von Anfang an vom Verfassungsgerichtshof kritisiert wurde und dessen Auswirkungen mittlerweile sogar die Boulevardpresse verurteilt. Der Herr Minister uns gegenüber dazu: “Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, wer sind die? Kommunisten? Ich und Meinesgleichen sind gelernte Schreibtischtäter, die bei an Glaserl Wein in unseren imperialen Prunkbauten bei einem imperialen Gehalt über Dinge entscheiden, von denen wir keine Ahnung haben. Das ist so, das war immer so und das wird immer so sein!” Nein, Herr Minister, Sie (-und ihre Bande) sind kein Rassist, sie sind einfach nur zum Himmel (- und zur Hölle) schreiend INKOMPETENT! Dass Menschen darunter leiden, stört sie und Eures gleichen nicht, denn das hat euch nie gestört. Hätte es euch jemals gestört, wärt ihr heute nicht dort wo ihr seid, Gfrasta (denn es gibt keine “gute Macht”, weder von oben noch von unten, schon gar nicht aber irgendwo dazwischen!)!

An der ganzen Schande ändern wird auch die Tatsache nichts, dass der von uns so geliebte, bewunderte und verehrte Herr Pabst Benedikt der gottweißwievielte diese Woche nicht, wie von einem katholischen Provinzblattl behauptet wurde, nach Maria Luggau in Kärnten/Koroška pilgerte und damit enttäuschte Christen, Schaulustige und den von uns sehr geschätzten Landesverweser (er verwest bei der herrschenden Bruthitze zur Zeit besonders fabelhaft) in der Lesachtaler Sonne stehend und wartend, vor allem aber darbend zurück ließ. “Gott zum Gruß, ein G’schäft is des allemal… Und erst die Synergieeffekte… (Pabstbesuch in Mariazell, EURO 2008 und erst die Erschließung des Mars…)!”, meint die Maria Luggauer Kaufmannschaft dazu. Amen.

„En ergo, hac ineunte peregrinatione Mariae fides fidem Iosephi convenit. Si enim Redemptoris dixit Matri Elisabetha: „Beata, quae credidit“, haec pariter beatitudo certo quodam modo ad Iosephum deferri potest, cum affirmando et ipse Verbo Dei responderit sibi illa decretoria hora transmisso.” - - - Was auch immer das, inshalla, heißen möge…

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Vermessene Hoffnung auf das Heil ohne Verdienste (praesumptio)

Juli 13, 2007 · 1 Kommentar

Immer weniger Menschen besuchen meinen Blog. Doch ist festzustellen, dass in letzter Zeit die meisten BesucherInnen über katholische Homepages zu meiner mitunter nicht immer klerikal korrekten Seite fanden. Brilično Zanimljiv, meine ich und frage mich gleichzeitig warum das so ist. Es mag einerseits an der viel besungenen Orientierungslosigkeit, welcher unsere heutige Jugend ausgesetzt sei, liegen. Es mag vielleicht daran liegen, dass sich außer meiner einer Blasphemiker – was ja so nicht stimmt, da ich bis jetzt gegen Gott niemals das Wort erhoben habe - und einer Handvoll Priesterseminaristen kein Mensch für die von mir produzierten Wortaneinanderreihungen interessiert. Es mag aber vielleicht auch einfach daran liegen, dass wenn ich viele LeserInnen haben wollte, ich ganz andere Seiten aufziehen müsste. „Jet reichtet aba! Na sagense ma, wat soll die Scheiße?!“ JaJa, scho jut… Man wird doch wohl noch amol denken dürfen… „Lei loßn, mi imamo olle nur jedno Loch u culo!“, flüsterte Gott zu mir als ich gerade dabei war, mir Gedanken darüber zu machen, warum die schmucken Ferienhäuschen an der Adria alle leer standen; Hundegekläff hier, ein schmaler ungustiöser Strand dort. Schummrige Bars in denen von halbaufdringlichen, in Phantasietrachten gekleideten Frauen ein Bier serviert wird, welches nach anrüchiger Sehnsucht nach vergangener Unschuld schmeckt. Ein graugrün beängstigend unspektakuläres Spektakel, den Weg vom Strand ins Urlaubs-Teilzeitdomizil zu finden. Die Gewissheit im Nacken, hier mit Sicherheit nichts suchen und nichts finden zu können. Wechselhaftes, kühlregnerisches aber eher gegen tristgrau tendierendes Wetter über mir, fand ich mich plötzlich in einer sehr vertrauten Gegend so gar nicht mehr zurecht. “Und ich sah und hörte: Ein Adler flog hoch am Himmel und rief mit lauter Stimme: Wehe! Wehe! Wehe den Bewohnern der Erde! Noch drei Engel werden ihre Posaunen blasen (vgl. Johannes, Kapitel 7)”.
„Gott, Du Sau, was tust du mir an?“, dachte ich mir kurz. Dann, am gleichen Tage aber wachte ich auf und sah, dass es nichts zu sehen gibt, als das was man sieht. Und ich ward froh! Hallo Julia!
So, gehabt euch wohl, Koran- und Bibelschüler! Mit gottgefälliger Gewissheit könnt Ihr nun feststellen, ich wär’ ein gemeiner Blasphemiker, wenn nicht sogar Diener Baphomets.

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Verzweiflung am Heil (desperatio)

Juli 11, 2007 · Keine Kommentare

Islamabad: Die Wahnsinnigen Gotteskrieger, welche sich in der “Roten Moschee” verschanzt hatten, wurden gestern auf Geheiß der nicht minder grausigen Militärregierung abgeschlachtet.

Bei allem für und wider in der Frage, ob religiöser Wahn nun eine Geisteskrankheit oder ein Verbrechen sei, muss aber bei den Ereignissen rund um die „Rote Moschee“ ein Detail hervorgehoben werden: Die kampferprobten Taliban postierten Scharfschützen auf den Minaretten. Das hat Zukunft, nicht nur in Kriegszeiten. Hätte z.B. der gestern verstorbene Pater und mutmaßliche Kinderschänder (ist das eigentlich ein Pleonasmus?) August Paterno uns mit vorgehaltener Waffe gezwungen, in die Kirche zu gehen, anstatt uns mit Gottes Wort aus dem Fernsehkastl heraus zu belästigen, hätten er und seine Firma wohl mehr Erfolg gehabt.

Donnersbach: Weit mehr als sterbende Gotteskrieger, ob mit Waffe oder Mikrophon in der Hand, beschäftigt mich aber der Freitod von „unserem Hias“. Er, der wahrscheinlich einen höheren Bekanntheitsgrad als Bruno Kreisky für sich verbuchen kann, galt als der Idealtypus des Stammtisch-Alleinunterhalters. Allein gefiel ihm diese Rolle nicht so recht, glaubt man der trauernden Medienwelt. Der bis dahin von mir geschätzte Hohepriester des Schunkel-Chauvinismus Koarli Moik, sprach zuerst in großen Worten von seinem von ihm abservierten Hofnarren, um dann aber in einem Rundumschlag in etwa festzustellen, dass wenn er selbst ein oder gar „der“ Professor der leichten Unterhaltung sei, war Hias lediglich eine niveaulose Kasperlfigur an seiner Seite. Man muss dem Herrn Moik wohl recht geben, stellt man etwa seinem seinerzeitigen Einzug in den Dubai-Musikantenstadel - mittels Dromedar und in Beduinenkleidung - das stets schlichte Lederhosen-Outfit unseres Hias’ gegenüber.

Eine Stellungnahme des Vatikan liegt noch nicht vor. Fest steht aber: “In Messen, die ohne Volk gefeiert werden, kann jeder katholische Priester des lateinischen Ritus – sei er Weltpriester oder Ordenspriester – entweder das vom seligen Papst Johannes XXIII. im Jahr 1962 herausgegebene Römische Messbuch gebrauchen oder das von Papst Paul VI. im Jahr 1970 promulgierte, und zwar an jedem Tag mit Ausnahme des Triduum Sacrum.”

Was das alles soll? Vielleicht “muss man das durchaus kritisch betrachten”. Naja, Sommerloch halt.

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Konsequent deppat

Juni 28, 2007 · 2 Kommentare

Nach einer Elefantenrunde (derstandard.at) – Nein, nicht die Alliierten, sondern der Gusenkanzler und die Kärntner Landespolitik – im Bundeskanzleramt scheint eine Lösung der für Kärnten, Österreich, ja Europa und Rinkenberg/Vogrče so wichtigen Ortstafelfrage wieder in weite Ferne gerückt zu sein.

Das BZÖ will am Freitag einen Ortstafel-Sonderlandtag einberufen und wirft der SPÖ Verrat an Haider, pardon Kärnten, vor. Der Verrat besteht momentan darin, dass die Kärntner SPÖ nichts dazu sagt. Sie hält sich - anstatt wie in der Vergangenheit mit zu haidern -  zur Zeit lieber raus aus der Angelegenheit. Die ÖVP hingegen hat ihren politischen Wortschatz um die schöne Kärntner FPÖ/BZÖ/SPÖ Floskel „Diktat aus Wien“ – welchem man sich selbstverständlich nicht beugen wolle - erweitert (klar, wär der Kanzler schwarz, wärs kein Diktat).

Der Bürgermeister von Goritschach/Goriče Heribert Haderlap (SPÖ) dazu: „Lei loooßn, wos weama denn..!“ Auf die Frage, wie die Bevölkerung das sehe, antwortete Jaqueline Jansa (27, Bürokauffrau Eberndorf/Dobrla vas) unserem Korrespendenten: „Kaj menit..? I man… Ha!?“

Eine Stellungnahme Hugo Chavez’ sowie des Vatikans liegt uns noch nicht vor. Muhamar Gadaffi hingegen steht weiterhin zu seinem Busenfreund und Monopolypartner Haider.

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