Bislang konnte ich ja mit dem Schlagwort Integration (also dessen Verwendung in der deutschen Sprache) nichts anfangen. Eine Gesellschaft ist weder homogen, noch statisch. Wer soll wie wo in welches (Sub-)System integriert werden oder sich integrieren? Zumindest einen Aspekt hat nun aber die Tageszeitung “heute” formuliert, auch wenn sie uns bei der Interpretation allein lässt wie das sprichwörtliche Männlein im Walde.
Wie “heute” berichtet, galt er als vorbildlich integriert und netter Kollege. Die Rede ist von dem Mann (Türke, 76), der seinen Nebenbuhler (Türke, 5
nach einem jahrzehntelangem Streit um die Frau des Täters (Türke, 5
umgebracht und danach seinen kurac abgeschnitten hat, um ihn anschließend auf sein Gesicht (des Türken, 76. Also das des Opfers) zu legen. Ich glaube mich daran zu erinnern, vor langer Zeit einen Bericht gelesen zu haben, nachdem die Comanchen (die in den heutigen USA, nicht jene am Wörthersee) im 19. Jh. Solche Praktiken an ihren Feinden anwendeten (bitte nicht falsch verstehen, ich habe größten Respekt vor den Ureinwohnern Amerikas!). Dass dies im Anatolien des 20. und 21. Jahrhunderts ebenso Brauch sein soll, kann ich so recht nicht glauben. Also wenn es sich hier um einen Fall von falscher oder unzureichender Integration handeln soll, kann das Problem nicht am so oft beschworenen “unterschiedlichen kulturellen Hintergrund” liegen. Nein, der Hund ist woanders begraben. So bin ich dank “heute” um ein bisschen gscheiter geworden. Dieses von der besagten Zeitung so kryptisch formulierte mysteriöse Integrationskriterium muss also in etwa so lauten: „Der/die Fremde darf kein durchgeknallter Spinner sein (… und darf somit nicht Teil unserer Gemeinschaft(en!!!!) sein).“ Soweit, so schlecht. Was soll dann aber der Körper, in den es sich zu integrieren gilt, mit von Geburt an de jure integrierten, durchgeknallten Spinnern (sprich Staatsbürger) machen? Soll man die dann auch „desintegrieren“? Weil, da Spinner, nix volksgemeinschaftstauglich? Wohin mit all den Leuten? Eine mögliche Vorgehensweise führt uns wiederum zu den Comanchen, welche von der Regierung in Reservate gesteckt wurden. Nein, das ist keine Lösung. Und bei genauerem Nachdenken kam ich zu der Erkenntnis, dass es bereits Organisationen gibt, wo völlig Durchgeknallte - aber der eigenen Einschätzung nach vorbildlich Integrierte (da ja Staatsbürger von Geburt an) - Leute eine Heimat finden, liebevolle Wärme genießen können und mit ihren kuraci anstellen können was sie wollen….
ert


So, Burma also. Was oder wo ist das? Hat auf jeden Fall Schlagzeilen gemacht. Tote, friedliche DemonstrantInnen, dem/der westlichen NormalverbraucherIn unbekannte Generäle und sonstige Irre, die seit Jahrzehnten mit der Peitsche regieren und alles was sich nach freier Meinungsäußerung anhört, brutal zerstören. “Ja, Schweine sind halt Schweine. Uns gehts gut, Gott oder wem auch immer sei Dank. Die Burmaner. Burmenen, oder Burmesen werdens auch noch lernen…”, mag sich der Eine oder die Andere EuropäerIn da denken. Aber in welchem Land oder Teil dieser, unseren Erde kann Mensch wirklich frei sein? FREI von ökonomischen Zwängen. FREI, zu sagen und zu denken was er/sie will. FREI von Bevormundung, kapitalistischer Propaganda und grausiger Hetze gegen Minderheiten undundund… FREE BURMA ist eine fabelhafte Sache und muss zu FREE WORLD werden! Oder glaubt wirklich jemand, es gäbe keinen auch, und gerade uns (EuropäerInnen) betreffenden Hintergrund zu der Barbarei in z.B. Sudan oder Nigeria? Von der täglichen Schufterei, die der größte Teil der Menschen leisten muss, um überhaupt leben zu können/dürfen oder von den unzähligen Toten an Europas Grenzen will ich hier gar nicht erst anfangen, es würde den Rahmen sprengen (nicht aber unsere Möglichkeiten als menschliche Lebewesen)…
“In der Privatsphäre haben Medien wirklich nichts verloren, schon gar nicht ist es rechtens schwülstige Texte und eigenartige Interpretationen zu erfinden und zu verbreiten”, zeigte sich der Anwalt von Frau René Hirschgruber (Name von Redaktion geändert) erzürnt.
So geschehen unlängst dem Redaktionsteam von “Heisseluft - ihrem flottem Magazin - mit 16 seitigem Modeteil”. Der Chefredakteur war zu diesem Zeitpunkt zwar nicht mehr in der physischen Konstitution, die Tragweite der Bedeutung ihres “Fundes” zu erfassen, sein findiger und ergebener Untergebener, der “rasende Reporter” und Wurlitzer-Preisträger Hans Hurtig war aber auf Zack um das an sich unbewegliche Stück des Anstosses zu realisieren und zwar nicht auf Zelluloid, so doch auf Großhirnrinde, zumindest dem davon noch aktiven Teil, zu bannen.
Immer weniger Menschen besuchen meinen Blog. Doch ist festzustellen, dass in letzter Zeit die meisten BesucherInnen über katholische Homepages zu meiner mitunter nicht immer klerikal korrekten Seite fanden. Brilično Zanimljiv, meine ich und frage mich gleichzeitig warum das so ist. Es mag einerseits an der viel besungenen Orientierungslosigkeit, welcher unsere heutige Jugend ausgesetzt sei, liegen. Es mag vielleicht daran liegen, dass sich außer meiner einer Blasphemiker – was ja so nicht stimmt, da ich bis jetzt gegen Gott niemals das Wort erhoben habe -
Bei allem für und wider in der Frage, ob religiöser Wahn nun eine Geisteskrankheit oder ein Verbrechen sei, muss aber bei den Ereignissen rund um die „Rote Moschee“ ein Detail hervorgehoben werden: Die kampferprobten Taliban postierten Scharfschützen auf den Minaretten. Das hat Zukunft, nicht nur in Kriegszeiten. Hätte z.B. der gestern verstorbene Pater und mutmaßliche Kinderschänder (ist das eigentlich ein Pleonasmus?) August Paterno uns mit vorgehaltener Waffe gezwungen, in die Kirche zu gehen, anstatt uns mit Gottes Wort aus dem Fernsehkastl heraus zu belästigen, hätten er und seine Firma wohl mehr Erfolg gehabt.
Mikrophon in der Hand, beschäftigt mich aber der Freitod von „unserem Hias“. Er, der wahrscheinlich einen höheren Bekanntheitsgrad als Bruno Kreisky für sich verbuchen kann, galt als der Idealtypus des Stammtisch-Alleinunterhalters. Allein gefiel ihm diese Rolle nicht so recht, glaubt man der trauernden Medienwelt. Der bis dahin von mir geschätzte Hohepriester des Schunkel-Chauvinismus Koarli Moik, sprach zuerst in großen Worten von seinem von ihm abservierten Hofnarren, um dann aber in einem Rundumschlag in etwa festzustellen, dass wenn er selbst ein oder gar „der“ Professor
Das BZÖ will am Freitag einen Ortstafel-Sonderlandtag einberufen und wirft der SPÖ Verrat an Haider, pardon Kärnten, vor. Der Verrat besteht momentan darin, dass die Kärntner SPÖ nichts dazu sagt. Sie hält sich - anstatt wie in der Vergangenheit mit zu haidern - zur Zeit lieber raus aus der Angelegenheit. Die ÖVP hingegen hat ihren politischen Wortschatz um die schöne Kärntner FPÖ/BZÖ/SPÖ Floskel „Diktat aus Wien“ – welchem man sich selbstverständlich nicht beugen wolle - erweitert (klar, wär der Kanzler schwarz, wärs kein Diktat).