Viel heiße Luft

Beiträge vom Juli 2008

„Ich litt unter Erektionsstörungen – Dr. Dabić hat mich geheilt!“

Juli 28, 2008 · 10 Kommentare

crazy_old_manImmer mehr Menschen behaupten, von Dr. Dabić behandelt worden zu sein. Josef „Peppe“ Perkounig aus Viktring/Klagenfurt hat die Dienste des Wunderheilers voriges Jahr in Anspruch genommen – mit Erfolg.

(Bild links: Perkounig „Peppe“ wurde von Dr. Dabić geheilt. Als er von dessen Festnahme erfuhr, meldete er sich telefonisch in unserer Redaktion um ein Exklusiv-Interview zu geben.)

Heisseluft: Herr Perkounig, Sie behaupten, Dragan Dabić kennengelernt zu haben. Wann und wo war das?

Perkounig: Das war im Sommer 2007. Ich ließ mich von ihm behandeln. Er kam zu mir nachhause. Er stellte sich mir als „Onkel Pipiszta“ vor.

H: Wie knüpften Sie Kontakt zu dem mutmaßlichen Serben mit kroatischem Pass?

P: Meine Nachbarin Lilijana Ljubić hat ihn mir empfohlen. Er wohnte zu der Zeit bei ihr. Sie brauchte einen Nikolo-Darsteller für ihren Enkel und er brauchte eine Unterkunft. Geld hatte sie keines, also bezahlte sie ihn mit Sex, schmutzigem Sex…

H: Welchen Eindruck machte der Mann auf sie?

P: Er war alt, steinalt, etwas verwarlost aber sympathisch und redegewandt! Ich hielt ihn für eine Art orthodoxen Priester aus der Krajina, der in Bosnien aufgewachsen sein muss und vermutlich im Alter von zwölf Jahren mit seiner Familie nach Kroatien übersiedelt ist. So kam er mir jedenfalls vor. Dass er serbischer Wunderheiler ist, konnte ich ja nicht ahnen!

H: Wie lange hielt sich Dr. Dabić in Viktring auf?

P: Ich glaube, er war insgesamt 6 Monate hier. Er wollte eigentlich noch bis zur EM bleiben, um sich unerkannt und geschützt durch das Land Kärnten mit einer vorgetäuschten Demenzerkrankung quietschvergnügt unters Fanpublikum zu mischen. Als die Landesregierung sein Ansinnen freundlich aber dennoch bestimmt – mit der Begründung, diese Sonderbehandlung gelte für Serben nicht – ablehnte, reiste er überstürzt und enttäuscht ab.

H: Wie und warum hat er Sie behandelt?

P: Ich hatte Erektionsstörungen. Er hat mir die Hand aufgelegt. Oooch, hatte der weiche Hände. Wie durch ein Wunder war ich geheilt. Ich bekam sofort eine Erektion… Eine Megaerektion! Danach ging wir beide ins Schlafzimmer und…

H: Ja schon gut! Herr Perkounig, kann es sein, dass Sie schlicht und ergreifend schwul sind?

P: Also, ich verbitte mir solche Unterstellungen! Schließlich habe ich das Land aufgebaut, da haben sie noch in die Windeln…

H: O.K., etwas anderes! Kam Ihnen irgendwas seltsam vor, schöpften Sie einen Verdacht?

P: Nur einmal. Ich sprach ihn auf den Krieg in Bosnien an. Da wurde er unwirsch, um nicht zu sagen hysterisch. Er schrie mich an, was mir einfalle und dass er dazu keine Meinung habe und dass er schließlich nicht der Ex-Präsident der Republika Srpska sei. Dann ließen wir das Thema sein und er führte die Behandlung fort.

H: Was ging in Ihnen vor, als Sie erfuhren, dass „Onkel Pipiszta“ in Wahrheit Opa Pera alias Dragan Dabić ist?

P: Ich war schockiert und verstört, fing an zu toben, musste sofort bei Ihnen anrufen, um meine ganz persönliche Dabić-Story zu erzählen. Natürlich habe ich Angst vor dem serbischen Geheimdienst – ich werde seit Jahren beobachtet! Aber ich finde auch, dass die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat, informiert zu werden!

H: Wann haben Sie Dr. Dabić das letzte Mal gesehen?

P: Das muss so im Herbst 2007 gewesen sein. Er kam zu mir und bat um Hilfe. Er roch nach Schnaps. Er wollte, dass ich ihm 40 Euro für eine ominöse Polizeistrafe gebe. Ich bat ihn, zu gehen – mit kriminellen Ausländern will ich nichts zu tun haben! So brach dann auch der Kontakt ab.

H: Die Kronen Zeitung schreibt, dass es zu einem weiteren Treffen zwischen Ihnen und Dr. Dabić im Frühjahr diesen Jahres kam. Entspricht das nicht der Wahrheit?

P: Nein, das entspricht nicht der Wahrheit. Die Person, die das behauptet ist mein Doppelgänger – Ein gewisser Herr Pravdić , der in Banja Luka aufgewachsen ist, nun in Split als Fußballarzt mit montenegrinischem Pass ordiniert, desöfteren am Wörthersee urlaubt und mir zum Verwechseln ähnlich sieht. Aber ich glaube er lügt! Er möchte – wie er das immer versucht – im Mittelpunkt stehen. Er ist, wenn sie so wollen, ein alter Ego.

H: Nun gut, eine letzte Frage. Was halten sie von dem Gerücht, Radovan Karadžić sei in Belgrad verhaftet worden?

P: Radovan, wer?

H: Danke für das Interview.

Dr. Dabić sitzt derzeit in Belgrad in Untersuchungshaft, laut der Nachrichtenagentur tanjug, gehe es ihm gut. Eine Lokalzeitung aus Pančevo allerdings behauptet, es gehe dem Doktor vom Balkan schlächter.

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Who is who?

Juli 23, 2008 · 2 Kommentare

Der Männerbart ist nicht nur eine dem Zeitgeist unterworfene Moderscheinung, sondern erfüllt auch so manchen praktischen Zweck.

(Is dir kalt? Host an Bart – brauchst kan Schal – optimal!)

Der mutmaßliche Kriegsverbrecher und Ex-Präsident der Republika Srpska Radovan Karadžić wurde in Serbien verhaftet. Auch wenn der Standard schreibt, er habe abgenommen, während Österreich (die „Zeitung“, nicht das Land) befindet, er habe zugenommen, steht eines außer Zweifel: Er ist kaum wiederzuerkennen!

Karadžić vorher und Nachher

Nun wird natürlich spekuliert, welche geniale Tarnung Ratko Mladić sich zugelegt haben könnte. Unsere moderne Computeranimation zeigt, wie der ebenfalls gesuchte ehemalige General aussehen könnte:

Links Ratko Mladić vorher und wie er heute aussehen könnte (rechts).

Der Schmäh ist allerdings nicht neu; So wollen deutsche Touristen in Brunz an der Drau/Kärnten in dem Bauarbeiter auf dem Bild unten Osama Bin Laden erkannt haben:


Bild links: der mutmaßliche Terrorist heute. Bild rechts: Osama wie wir ihn kennen und lieben.

Nicht nur gesuchte Schwerverbrecher und Terroristen neigen zu einer erstaunlichen Verwandlungsfähigkeit: Auch Promis versuchen ab und an, ihr Privatleben durch äußerliche Veränderungen zu schützen (Bild rechts).

Auch wurde und wird immer wieder behauptet, Adolf Hitler hätte sich gar nicht umgebracht, sondern lebe (oder lebte) mit einer neuen Identität im Südamerikansichen Exil. Das Bild links zeigt ein Ehepaar, das laut Meinung des Historikers Enrique Pantaloni aus Buenes Aires Adolf Hitler mit mutmaßlicher Gattin zeigen soll, welche noch bis vor wenigen Jahren ein beschauliches Leben in Patagonien geführt haben sollen (Dies erscheint plausibel, denken sie sich doch bitte nur die Wolle weg).

Auch der Nikolo hat sich vor geraumer Zeit seines Rauschebartes entledigt, um glattrasiert so richtig durchstarten zu können. Die Rechnung ging auf. Nun ist er gefeierter Popstar (Bild rechts). Auch für Ihn gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung!

Was bringt die Zukunft an ulkigen Camouflagen berühmter Menschen?

Wird Susi Winter wegen Volksverhetzung verurteilt, hat sich unsere Mode und Lifestyle Redaktion schonmal Gedanken gemacht, wie sie sich stylen könnte um der „Gesinnungsjustiz“ ein Schnippchen schlagen zu können. Auch für Peter Westenthaler (Verdacht auf Falschaussage und Körperverletzung) gibt es schon Vorschläge, wie er sich der „Hetz- und Schmutzkübelkampagne“ gegen ihn entziehen könnte (links Winter, rechts Hojac):


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Neuwahl: Wer is die größte Ratte???

Juli 22, 2008 · Kommentar schreiben

Wahlkampf kommt auf uns zu. Dagegen können wir nichts tun! Was uns aber im Vorhinein prophezeit wird, können wir kommentieren: Nämlich den Ausländerwahlkampf!

Ja, ich war auch immer der Meinung, dass „Ausländerwahlkampf“ bedeutet, dass Ausländer wahlkämpfen. Dem ist aber nicht so. Ausländerwahlkampf bedeutet, dass…

…die Ratten aus ihren Löchern kriechen…

„Olle Ausländaaa solln auße, de wos net gscheit teitsch redn und de wos a kriminö san sowieso – ohne wenn und aber!“ fordert eine tierisch aufgest(r)achelte, für den kleinen Mann von der Straße sprechende, Strache Partei!

Dem Gerülpse und der Speiberei nicht genug, schickt sich das bundesweit im Promillbereich angesiedelte – in Kärnten aber immer noch den Landeshauptmann stellende – BZÖ an, schon vor der Wahl, Asylwerber zu deportieren.

Aber auch die Kurzzeitministerin Maria Theresia Fekter „geigt auf“, und zeigt damit, dass die ÖVP nicht „nur eine Partei der Bauern und des Großkapitals“ ist, sondern sehrwohl auch eine Partei der „Modernisierungsverlierer“! Was auch immer das bedeuten mag: Sie fordert (oder besser: verspricht) ein schärferes Asylgesetz!

Was die Blogbetreiber schockiert, ist, dass zu diesem „außerordentlich wichtigen Thema“ noch immer kein Statement seitens SPÖ, GRÜNE, (der aus „unerklärlichen Gründen“ chancenreichen) Liste Dinkhauser, KPÖ und Linkspartei erfolgt ist.

Sei’s wie’s sei,

Morla sagt: „Die Faschistn mog I nur in schwarzen Kistn….“

Und die anderen Parteien? Nojo, haltets den „kleinen Mann/die kleine Frau von der Straße“ net für deppat!

WE ARE WACHING YOU!!!!!

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Mia brauchn oan Dolm, ätsch!

Juli 10, 2008 · Kommentar schreiben

Die Große Koalition hat ausgedient, Neuwahlen stehen an.

Fritz Dinkhauser – der jugendliche Politrebell aus dem heiligen Land – erklärte der Tageszeitung Österreich, dass er einen Dolmetsch brauche, um den Willi Molterer zu verstehen. Dinkhauser wolle nun bei der vorgezogenen Nationalratswahl österreichweit kandidieren und das unmissverständliche Sprachrohr des kleinen Mannes sein.

Um diesen Posten konkurriert nun allem Anschein nach der kleine Hojac nicht mehr. Föhnfrisur adieu und ein leises „Servus“ zum Abschied.

Weiterhin auf Überholkurs – der polternde Paintballer H.C. „Koksnazi“ Strache.

Die „Altparteien“ haben also nichts zu lachen und die Grünen überlegen sich der Einfachheit halber, sich der ÖVP gleich anzuschließen, anstatt öde Sondierungsgespräche zu führen.

Die Umfallerpartei SPÖ richtet sich allem Anschein nach nicht mehr auf – nachdem der Kapitän als erstes das Schiff verließ, folgen ihm die Ratten.

Ein neues Linksprojekt muss her, lamentieren da Trotzkisten und sogenannte Linksgewerkschafter (also jene, die trotz versenkter Streikkassa und trotz einem Präsidenten der einen prominenten SPÖ Listenplatz bekommt, noch immer glauben, der ÖGB wäre eine Gewerkschaft). Diese Anti-FPÖ würde also mit der KPÖ um das Linke Sediment links der SPÖ konkurrieren – klingt vernünftig. 0,11 – 1,13% sind da schon zu holen! Es lohnt sich also.

Man darf gespannt sein (besonders auf die Elefantenrunden)…


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Vergleich

Juli 8, 2008 · Kommentar schreiben

Vergleiche werden ja vergleichsweise oft bemüht. Auch folgender Vergleich dürfte schon mal, oder gar öfter, angestellt worden sein. Nun wollen wir hier aber kein Vergleichs-Ranking erstellen, sondern vergleichsweise schnell zu unsrem Vergleich kommen.

Was haben Fußball und Wahlen gemeinsam? – die richtige Antwort wäre sicher: manches und manches wieder nicht. Bei einem Fußballevent/in der Politik neigt der Mensch dazu, eine Mannschaft/Partei zu favorisieren. Das kann unterschiedliche Ursachen haben: wegen der Attraktivität der PolitikerInnen/SpielerInnen, wegen der Attraktivität der Politik/des Spiels oder weil schon der Vater die Mannschaft/Partei unterstützt hat (usw.). Dabei bleibt es aber oft nicht: Manche identifizieren sich richtiggehend mit der Partei/Mannschaft. Dann hat nicht „meine Lieblingsmannschaft“ bzw. „die von mir favorisierte Partei“ eine Wahl/ein Spiel gewonnen, sondern „Wir“. Man unterstützt seine Partei/Mannschaft nach besten Kräften, diskutiert über deren Vorzüge und setzt alles daran, das sie die Wahl/das Turnier gewinnt. Sicher, meine Partei/Mannschaft kann mich auch bitter enttäuschen. Durch eine falsche Personalpolitik z.B. – dann werfe ich mein Parteibuch/meinen Schal weg und spiele die sprichwörtliche beleidigte Leberwurst. Das Finale oder ein wichtiges Spiel bzw. eine Wahl bedeuten Spannung pur! Da wird mitgefiebert, werden kleine und große Schwächen diskutiert und kommentiert, der Teamchef/Spitzenkandidat kritisiert und bis zuletzt durchgehalten, um das Ergebnis abzuwarten. Verliert die Mannschaft/die Partei, muss das ebenfalls kommentiert werden – ein Grund könnte die schlechte Performance sein. Gewinnt die eigene Partei/Mannschaft aber, versetzt das einen in ein Hochgefühl – Ja, wir haben es wieder mal geschafft! Man selbst ist ein Gewinnertyp – man hat es immer schon gewusst! Dieses Gefühl – inklusive Kater – hält dann schon mal ein paar Tage an, um danach dem Alltagstrott zu weichen. Nix is gschehn, alles bleibt beim alten….

In diesem Sinne: Das Sommerloch ist gefüllt!

Und wenn das zu fad oder zu banal ist – wie wärs mit nem schönen Borno?

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Frühlingsommerloch!!!!

Juli 5, 2008 · Kommentar schreiben

Da hier schon seit laaaaaaaaaaaaanger Zeit der literarische und humoristische Notstand herrscht; mal wieder was fürd Gemüt:

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