
Beiträge vom März 2007
Peter H.: Mein Tag
März 21, 2007 · 3 Kommentare

6:00h aufstehen Peter, aufstehen! Aaahhh, so ein schöner Tag und so ein schöner Mann, der mir do ausm Spiegl zuzwinkert! A wengerl Gel doher, a wengerl Rouge do hin, Bräunungscreme, Stringtanga, Anzug… fesch bist weider!
7:00h so, was steht an? Gerichtstermin, hmm… Amtsmissbrauch, Falschaussage, Anstiftung zur Körperverletzung…Geh, es wird nicht gelingen, dem Peter Westenthaler etwas anzuhängen!
Es wird nicht gelingen, dem Peter Westenthaler etwas anzuhängen!
Es wird nicht gelingen, dem Peter Westenthaler etwas anzuhängen! Und Schluss! Jaja Peter, du bist der größte…
10:00h Tja, hätt i dem, dem Verräter doch sölba ane o`grissn, hätt net mehr Schererein Heit! Olle sans gegen mi und uns Aurantschn! Und alles nur weil wir erfolgreich…achja, psst Peter, des woa jo oaschknopp mitn Parlamentseinzug…
15:00h schon wieder drei Stunden verplempert. Jawohl, sollns nur machen, i werd keinen Canossagang antreten… „So, Prost Freunde! Ans geht noch…“
17:00h Pressekonferenz: ja das ist meine Welt! Alle lieben mich, alle! I man, sicher, der Rotfunk stellt immer so unverschämte Fragen. Aber wos solls, Mein charmantes Lächeln kommt gut an. „Es wird nicht gelingen, dem Peter Westenthaler etwas anzuhängen! Ich weiß nicht, was da wieder konstruiert wird!“ …und wenns net glei die Pappn hoits, reiß i eich a glei no ane o! Nana, pssst, Peter!
22:00h Des host heit wieder guat gmocht, du Tiger! So, jetztn Haarnetz auffe und ab in de Hapfn! Bussi Peter, bis morgn…
Kategorien: Aktuelles
H.C. Strolchi, Mein Tag:
März 16, 2007 · 1 Kommentar
11:30h aufgestanden, Mann hab ich nen Kater! Und wieder ist ein Stück unseres Brauchtums und unserer Tradition abhanden gekommen. Wo isses nur hin das beste Stück? Hmmm, geh mich mal rasieren, schnupfen und holladrio, ab zum Gotscha spielen mit Freunden. Heute wird der Friedl mich net fertig machen!
13:00h Der Ewald ist so gemein, wegan ihm kann i heut net spielen. Der macht immer so an Tahö und das seit 20 Jahren!
14:00h Aaaah diese Kopfschmerzen! Schwitz… Hassprediger! Asylmissbrauch! Sozialschmarotzer! raus aus der EU..! muss zum Arzt!
15:00h aaaah, bin wieder sediert. Obwohl die Faschismuskeule, die neuerdings a im dritten Lager geschwungen wird, noch immer weh tut!
16:30h Pressekonferenz: Um was geht’s noch mal? Türkei? Völkerwanderung? SOS Abendland! Mist, genau das hab ich nicht gelernt…ääääh Hassprediger, EU,
Völkerwanderung, Brauchtum…!!!
20:00h hui, noch mal mit an blauen Aug davongekommen! So jetznd ab ins Büßergewand, Zähne putzen, Asche aufs Haupt streuen, beten (Mist, genau das wollt ich ja vermeiden)…naja, macht nix, Gute Nacht Abendland, bist a morgen no mei Land. Schnarrrch, Razzzebüüüh, rülps, heil….
Kategorien: Vermischtes
Aus der Mitte entspringt ein Schaß…
März 16, 2007 · 4 Kommentare
Wie zu erwarten kam es vergangene Nacht wieder zu Ausschreitungen in Budapest. Glaubt man den Meldungen der Tageszeitungen, herrscht in unserem Nachbarland momentan ein Konkurrenzkampf, bei dem es darum geht, wer denn nun am rechtensten wäre von den rechten. Solch gruselige Zeiten hatten wir in Österreich in den Neunzigern auch. Mit dem Effekt, dass heute rechtsextremes Gedankengut, eingebettet in der so genannten politischen „Mitte“, welche schon einmal das „Ende der Geschichte“ postulierte, wieder unverhohlen unters „Volk“ gebracht werden kann. Und wo der braune Mist am ekelhaftesten stinkt, dürfen Leute wie David Irving nicht fehlen. Der (warum auch immer) berühmte Psychopath und Pseudowissenschafter Irving bekundete in Budapest
seine Sympathie mit dem antisemitischen Mob. Natürlich wollen die meisten (aus der Mitte) mit solcher Art Arterhalter nichts zu tun haben und distanzieren sich sogleich vom Nazigfrast. Dass sie den selben Scheiß, nur etwas gewählter in der Sprache, verzapfen, fällt ihnen dabei aber gar nicht auf. Jetzt will ich mal positiv denken, und davon ausgehen, dass nicht alle DemonstrantInnen in Budapest Nazis sind. Übrig bleibt jedoch der Eindruck eines gesellschaftlichen Klimas in der es wieder en vogue ist, faschistisches Gedankengut offen zu vertreten. Und mit schuld, wenn sie nicht die Hauptschuld trifft, ist die schon erwähnte politische Mitte wo alle hinwollten und immer noch viele hinwollen.
Kategorien: Aktuelles
Haider, El Presidente und der Maulkorb
März 13, 2007 · 2 Kommentare
Kärntens BZÖ-Landeshauptmann Jörg Haider hatte in Fischers öffentlichem Eintreten für eine Beibehaltung der Erbschaftssteuer eine „öffentliche Aufforderung zum Rechtsbruch und zur Nicht-Umsetzung von Höchstgerichtsurteilen“ geortet. Auch BZÖ-Vizeklubchef Herbert Scheibner betonte, Fischer solle sich nur zu „besonderen Anlässen“ zu Wort melden. Na wenn der Wurstel und der Petzi das sagen, wird der Herr Präsident wohl in Zukunft nur mehr auf Kindergeburtstagen auftreten dürfen…
Kategorien: Aktuelles
Grundsicherung: Weg mit dem letzten Hemd!
März 10, 2007 · Kommentar schreiben
Keiner weiß, wie dieses Unding „Grundsicherung“ überhaupt aussehen wird, und schon sinniert der fesche Herr Buchinger über Konsequenzen für so genannte Sozialbetrüger nach. Zum einen sind ja die 726 Euro in etwa gleichzusetzen mit den Sozialhilferichtsätzen der Bundesländer. Zum anderen verheißt es nichts gutes, wenn bevor das Ding steht, schon Sanktionen mitgedacht werden. Aber das ist ja typisch für die bevormundende und kontrollfixierte Sozialdemokratie! Man wolle, so der Herr Minister, die Fehler von Hartz IV vermeiden. Ja warum denn dann überhaupt der ganze Terz? Muss in Österreich alles übernommen werden, was sich irgendwelche deutschen „Experten“ ausgedacht haben, auch wenns der größte Blödsinn ist? Anzunehmen ist momentan, dass diese „Grundsicherung“ vom AMS ausbezahlt wird. JedeR der mit diesem Verein schon zu tun hatte, weiß was das heißt. Kontrolle und Schikanen am laufenden Band. Wer noch dazu in den, wie es so schön heißt, Genuss der Notstandshilfe gekommen ist, weiß auch, dass man sich erst nackert ausziehen muss, bis man ein wenig Kohle bekommt. Aber was kratzt das den Minister: Während andere ihr letztes Hemd verkaufen müssen, musste er nur seine Haare lassen.
Kategorien: Meinung
Mal was Ernstes: Asyl, Missbrauch und ab die Post!
März 9, 2007 · Kommentar schreiben
Pakete sind ja in Österreich bekanntlich nicht nur zu Überbringende
Poststücke. Auch Regierungen schnüren ab und an Pakete. Und immer wenn hierzulande Pakete dieser Art überbracht werden, muss sich der/die gelernte ÖsterreicherIn ducken, da solche Pakete einem nur so um die Ohren fliegen um dann mit einer irrsinnigen Wucht einzuschlagen.
So auch das aktuelle Fremdenrechtspaket. Ob große Koalition, die jahrelange Schüsselmania, oder nun wieder die Große Koalition: Jede Regierung will in Sachen fremdenrecht die vorangegangene Regierung und die sich orange und blau ärgernde Opposition in Punkto Härte übertrumpfen. Alle paar Monate ein neues, verschärftes Asylgesetz, polizeistaatliche Methoden kontra Eherecht, prinzipiell negativer Asylbescheid in erster Instanz usw. Nicht nur einmal waren in dieser Abgelegenheit die Hirngespinste der Regierungsbank verfassungswidrig. Momentan z.B. wird die aktuelle Schubhaftregelung höchstrichterlich geprüft. Menschen werden von der Straße weg, in Asylwerberheimen und wenns sein muss beim Scheißen verhaftet. Das schwerwiegende Vergehen ist hier immer der Umstand, in Österreich Asyl beantragt zu haben! Nun kann, wenn der Verdacht besteht, einE AsylwerberIn wolle sich dem Asylverfahren entziehen oder dass ein anderes EU-Land zuständig, die Schubhaft verhängt werden. Treffen kann es also jedeN: Auch Minderjährige, Schwangere, Eltern, Traumatisierte, Folterüberlebende. Schubhaft bedeutet Haftbedingungen unter dem Niveau der Strafvollzugshaft, allerdings ohne begangene Straftat. Im Vorjahr konnte ein Anstieg der Schubhäftlinge um 500 Prozent verbucht werden. Kosten tut der ganze, vom Rechnungshof kritisierte, Irsinn ein Schweinegeld. Und wer ist Schuld? Wurscht, (nicht nur) im Zweifelsfall die Opfer! Jetzt ist aber das Fremdenrechtspaket für Herrn und Frau Österreicher keineswegs so belastend wie andere Pakete. No na, weils halt „nur“ die Fremden betrifft. Soweit so schlecht. Es könnte aber auch sein, dass Stiefvater Staat hier an der am meisten marginalisierten Gruppe seine „Kernkompetenzen“ probt, um in nicht allzu ferner Zukunft die gesamte Gesellschaft damit zu beglücken…
Kategorien: Meinung
Zusammenfassung: Neues von der Katholen-Front
März 8, 2007 · 1 Kommentar
Ein ganzseitiges Inserat wirbt mit der Gottesmutter Maria für das Recht von Homosexuellen auf künstliche Befruchtung und Adoption. Sie intervenierte mit Briefen bei der Fernsehdirektion, DJ BoBo und beim Bundesrat.
Marias letzte Schwangerschaft war lebensbedrohlich. Man müsse sich eingestehen, sagte der Papst, dass die Angriffe gegen das Recht auf Leben sich auf der ganzen Welt vervielfacht und mancherorts auch neue Formen angenommen hätten. Papst Benedikt XVI. wird via Satellitenschaltung mit mehreren zehntausend Studierenden in europäischen und asiatischen Städten beten und zu ihnen sprechen. Zur Messe in Mariazell am 8. September werden rund 35.000 Gläubige erwartet. Voraussetzung ist, dass man für die folgenden drei Jahre eine Einziehungsermächtigung unterschreibt. Das muss ja vom Ansatz her schon scheitern, da die Interessen komplett konträr sind und deshalb falsche Lösungen und dadurch langfristige Schäden für den Staat und die Familien entstehen. Mehr als 150 Klagen wegen sexuellen Missbrauchs haben das katholische Bistum im kalifornischen San Diego in den finanziellen Ruin getrieben. Gebietet Jesus seinen Jüngern also, sich nicht dem Bösen zu widersetzen; den Gewalttätigen freie Hand zu lassen? Das Evangelium verurteilt diese Notwendigkeit nicht nur nicht, sondern es unterstreicht sie. Paulus war durchdrungen vom Geheimnis der Fleischwerdung Gottes: dass der neue Glaube eben keine neue Buchreligion, sondern eine Sache der Haut und Haare und Knochen war. Stadtpfarrer Hubert Luxbacher und Katholiken der Gemeinde finden das pietätlos. „Dass man sich im Zuge des Faschings über Politik und Kirche lustig macht, kann man erdulden. Wenn aber am Wesentlichen des Glaubens Auswüchse in dieser Form festzustellen sind, darf man protestieren“ Sein Appell geht sogar noch weiter: „Es wäre schön, wenn die Jugendlichen zu den Messern auch ihre Drogen in die Körbe legen könnten…“ Jugendliche, die überdurchschnittlich bald sexuell aktiv sind, haben ein Jahr später eine 20-prozentig höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie kriminell werden. Die Studenten sollen nun dazu ermutigt werden, sich für die sexuelle Reinheit zu entscheiden, die Jugendlichen, die bereits sexuell aktiv gewesen sind, können am Tag der Reinheit einen neuen Anfang machen. Die Büßer legten ein Bußgewand an und wurden mit Asche bestreut. Dies sei nicht nur eine düstere Botschaft der Schweiz, sondern eine Gefahr für suizidgefährdete Jugendliche, warnt jetzt die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA). Das negative Urteil der Kirche über die freimaurerischen Vereinigungen bleibt also unverändert, weil ihre Prinzipien immer als unvereinbar mit der Lehre der Kirche betrachtet wurden und deshalb der Beitritt zu ihnen verboten bleibt.
www.kath.net
Kategorien: Uncategorized
Idioten ist nichts verboten!
März 7, 2007 · 1 Kommentar

Klagenfurt: Ein von vielen gescholtener, von manchen verehrter, sicher aber vielumworbener Ex-Sunnyboy und Wahlkärntner stand gestern in Klagenfurt vor Gericht. Er habe sein Amt als Landeshauptmann missbraucht, lautet die Schelte für den geifernden Geck. „Macht nichts, das ist alles politisch, von Wien gesteuert und überhaupt san Mir Mir (slow.: Frieden), Zippelzappel - Krawutzipatutzi!“ keifte der solcherart beflegelte und beflegelnde anschließend. Es sei ihm scheißegal, schließlich wäre man ja nicht mehr lang im Bunde mit dieser Republik, die Loslösung nur noch eine Frage der Zeit und juristischer Kleinarbeit. Dereinst werden die mit den Ohren nur so schlaggeln, denn schließlich werde die Bundesrepublik darben ohne das wirtschaftliche Zugpferd im Süden. Denn der Süden sei visionär, gscheiter als die und man könne, einmal völlig losgelöst, denen in Brüssel den Marsch blasen, anstatt ihnen Puderzucker in den Arsch zu blasen. Ein wahrlich kluges Vorgehen, staatsmännisch, heroisch und gleichzeitig zeitgeistig und volksnah, befindet sein Publikum und schickt sich an, wenngleich zeitgleich klatschend, ihn auf Händen zu tragen, so dass der zum Herold gemachte Hofnarr unsanft auf seinen gekrönten Arsch zu fallen droht. Seine Aftervasallen tun es ihm alsbald gleich, bewegen sich fortan kriechend und rutschend fort. Derweil lechzt der garstige Grölaz und grollt, sein charmantestes Zähnefletschen zur Schau stellend, zu sich selbst: „Hurra, andere sperrns für so was ein, ich darf Landeshauptmann sein! Zippelzappel!“
Kategorien: Lokalaugenschein
